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Ein ganz Junger ganz oben

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    Julian Kasprowicz aus Eching wurde bei der Meisterfeier der Handwerkskammer als bester neuer Bäckermeister in Oberbayern geehrt. Kammerpräsident Heinrich Traublinger überreichte ihm eine Urkunde und eine Goldmünze. Foto: Handwerkskammer
    Julian Kasprowicz aus Eching wurde bei der Meisterfeier der Handwerkskammer als bester neuer Bäckermeister in Oberbayern geehrt. Kammerpräsident Heinrich Traublinger überreichte ihm eine Urkunde und eine Goldmünze. Foto: Handwerkskammer Foto: Handwerkskammer

    Dass Julian Kasprowicz einmal Bäcker werden würde, lag nahe, ist doch sein Vater Fritz bereits seit knapp 30 Jahren erfolgreich in dieser Branche tätig. Die Bäckerei mit ihrem Stammsitz in Inning ist seither auf zehn Verkaufsstellen zwischen Landsberg und Germering gewachsen. Allein im Landkreis Landsberg ist sie in vier Orten vertreten. Seit Mai betreibt die Familie Kasprowicz auf dem Gut Kerschlach bei Pähl auch ein Café mit Sichtkonditorei. In Kerschlach werden inzwischen auch fast alle Backwaren hergestellt, erzählt Julian Kasprowicz, der die Bäckerei inzwischen leitet.

    Beim Vater in der Lehre

    Der Weg zum Meister seines Fachs führte Julian Kasprowicz nach der Realschule erst einmal in die Lehre beim Vater, wobei er aber auch Gelegenheit bekam, in andere Bäckereien hineinzuschmecken. Nach der Lehrzeit schloss er die Gesellenprüfung ebenfalls als Jahrgangsbester ab, erinnert sich der junge Meister. Hurtig ging es dann weiter: Die eigentlich notwendigen Gesellenjahre musste Julian Kasprowicz nicht absolvieren, da er auch so die Aufnahmeprüfung zum Meisterkurs erfolgreich bestand. Neun Monate lang war dann intensives Lernen für den Meister und für die betriebswirtschaftliche Ausbildung angesagt, bevor sich Kasprowicz dann ans Meisterstück machte, genauer gesagt waren es zwei Stücke. Zum einen kreierte er ein außergewöhnliches Brot zum Thema "Kraft der Berge". Für die Rezeptur experimentierte er unter anderem mit Waldkräutern. Daneben war ein Schaustück vorzulegen, mit dem die Meisteraspiranten unter Beweis stellen sollen, dass sie auch künstlerisch etwas drauf haben.

    Inzwischen trägt Kasprowicz bereits (Mit-)Verantwortung in einem mittelständischen Handwerksbetrieb mit rund 70 Beschäftigten. Er hofft aber, dass er auch in nächster Zeit immer wieder Gelegenheit haben wird, über den Tellerrand hinauszuschauen. Mit Auslandsaufenthalten will er seinen Erfahrungsschatz erweitern, sagt der junge Meister. Wobei er natürlich auch eines weiß: "Wir in Bayern sind eigentlich führend, was Brot und Gebäck anbelangt." Aber zumindest in der Schweiz oder Südtirol werde er noch manches Nützliche erfahren, denkt Kasprowicz.

    Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer für München und Oberbayern wurde Kasprowicz' beste Leistung bei der Meisterprüfung von Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger mit einer Urkunde und einer Goldmünze gewürdigt.

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