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Ritterturnier

01.06.2014

Eine Stimme wie Donnerhall

Erfindet sich jedes Jahr aufs Neue: Anton von Kaltenberg, der nun schon seit 15 Jahren beim Mittelalterspektakel seine Muskeln spielen lässt.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare

Ein ehemaliger TV-Doktor erzählt die Kaltenberg-Saga

Es kommt Bewegung ins Kaltenberger Ritterturnier, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Das mag zunächst an den Neuerungen liegen, die der neue Geschäftsführer des weltgrößten Ritterturniers, Heinrich Prinz von Bayern, in seinem ersten alleinverantwortlichen Jahr in das Mittelalter-Event einbringen wird. Das mag aber auch an der neuen Stimme Kaltenbergs liegen, die zum ersten Mal live in der großen Arena zu hören sein wird.

Dabei wird sie dem einen oder anderen nicht ganz unbekannt vorkommen. Prinz Heinrich ist es nämlich gelungen, mit Johannes Steck einen Schauspieler zu verpflichten, der unter anderem als Dr. Kreutzer in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ bekannt ist. Allerdings hat der gebürtige Würzburger noch ein anderes Faible: Er vertont Hörbücher und liebt dabei vor allem die Zwergensaga von Bestseller-Autor Markus Heitz. Markus Wiegand, Pressesprecher des Kaltenberger Ritterturniers: „Wir freuen uns auf die Mitarbeit von Johannes Steck, zumal er am 8. August, also am Wochenende nach dem Ritterturnier, zusammen mit Corvus Corax auch noch die legendäre Zwergensaga in der Arena präsentieren wird.“

Zuvor übernimmt Steck aber erstmals die Rolle eines Live-Erzählers in der Turniergeschichte. Prinz Heinrich: „Damit wollen wir das Live-Erlebnis noch realistischer präsentieren.“ Johannes Steck wird also stets vor Ort sein und hat so auch die Möglichkeit, bei unvorhergesehenen Entwicklungen im Ablauf entsprechend schnell darauf zu reagieren. Bislang kamen die Texte der Arena-Show größtenteils vom Band, waren vorproduziert. Roman Roell, der bislang durch den Abend führte, wird aber weiterhin „in Echtzeit“ zu hören sein.

Eine Erkenntnis der im Vorjahr durchgeführten Besucherbefragung soll bereits im Vorfeld der Premiere (11. Juli) umgesetzt sein. Die Besucher, vor allem jene, die zum ersten Mal nach Kaltenberg kommen, wollen sich gezielter auf die Tage in Kaltenberg vorbereiten. Prinz Heinrich: „Wir sind so gewachsen und bieten ein solch umfassendes Angebot um das Turnier herum, dass die neuen Kaltenberg-Gäste oft nicht mehr alles an einem Tag bewältigen.“

Daher ließ Markus Wiegand die Homepage umgestalten. Unter der Rubrik „Erlebnisse“ zum Beispiel können sich Besucher bereits im Vorfeld alphabetisch die Teilnehmer und deren Nummern betrachten. Prinz Heinrich: „Mit der Homepage bieten wir eine immense Fülle von Informationen, die man als Besucher aber auch braucht.“ Und es soll noch mehr Bewegung ins Internet kommen. Markus Wiegand: „Wir werden in diesem Jahr sehr viele Filme drehen.“

Fast alle Teilnehmer sind bei der Wahl zum Gauklerkönig dabei

Und auch die Wahl zum Gauklerkönig, eine Partnerschaftsaktion mit der Augsburger Allgemeinen, wird sich einmal wieder vor Ort und dann natürlich im Internet abspielen. Markus Wiegand: „Das erlaubt uns, nahezu alle Teilnehmer zur Wahl zuzulassen.“ Und damit wird auch der Wettbewerb unter den Gauklern noch zusätzlich angespornt. Schafft es eventuell der Publikumsliebling Anton von Kaltenberg, der in diesem Jahr, dem 35. in der Geschichte des Mittelalterevents, ein persönliches Jubiläum feiert?

Der Kraftprotz Anton von Kaltenberg lässt nun schon zum 15. Mal seine Muskeln auf dem Gelände rund um Schloss Kaltenberg spielen. Oder setzt sich etwa der bislang als Kuriositätenhändler bekannte Albrecht von Weech durch, der in der Vergangenheit mit seinen kleinen, zappelnden Schmetterlingen und Figuren vor allem die Kinder bezauberte? In diesem Jahr tritt er zum ersten Mal als Bettelkönig an. Der Gewinner jedenfalls darf sich auch heuer wieder über den Gauklerstab freuen, handgefertigt in der Dießener Kunstschmiede Spensberger (Marco Kiesel).

Doch auch für die Besucher lohnt es sich, bei dieser Wahl aktiv dabei zu sein. Unter den Teilnehmern wird wieder ein Mittelaltermahl sowie ein Turnierbesuch für den Gewinner und seine Freunde, insgesamt zehn Personen, verlost. Und dass es da nicht immer so ruhig „wie beim Wirt um die Ecke“ zugeht, davon können die bisherigen Gewinner mehr als nur eine Geschichte erzählen.

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