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Etterschlag: Schwerer Unfall auf A96: Gaffer schießen Bilder mit Handys

Etterschlag

Schwerer Unfall auf A96: Gaffer schießen Bilder mit Handys

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    Weil etliche Schaulustige an dem Unfall auf der A96 abbremsten, kam es zu Behinderungen und auch teils gefährlichen Manövern. Symbolbild
    Weil etliche Schaulustige an dem Unfall auf der A96 abbremsten, kam es zu Behinderungen und auch teils gefährlichen Manövern. Symbolbild Foto: Stephan Jansen dpa

    Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagmorgen gegen 6.14 Uhr auf der A 96 in Fahrtrichtung München, einen Kilometer nach dem Etterschlager Tunnel ereignet.

    Ein 65-jähriger Cabrio-Fahrer aus dem Raum Landsberg war auf der linken Spur unterwegs. Wie die Polizei berichtet, kam er aus bislang ungeklärter Ursache alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug schleuderte gegen den Wildschutzzaun neben der Autobahn, überschlug sich und landete schließlich auf dem Dach.

    Nach schwerem Unfall: Lkw-Fahrer hilft bei Rettung mit

    Der Cabrio-Fahrer wurde in seinem Auto eingeklemmt. Die Helfer der Feuerwehr Inning befreiten den Schwerverletzten aus dem Wrack. Glücklicher Zufall: Ein Lkw-Fahrer mit einem Lastkran am Fahrzeug kam an der Unfallstelle vorbei. Mit seiner Hilfe konnte das Opfer schnell geborgen werden, so die Polizei.

    Der 65-Jährige wurde anschließend mit schweren Verletzungen mit einemRettungshubschrauber ins Klinikum Großhadern geflogen. Nach Angaben der Polizei besteht für den Fahrer keine Lebensgefahr.

    Ein ebenso 65-jähriger Fahrer aus dem Landkreis Biberach (Baden-Württemberg) war zu dem Zeitpunkt des Unfalls mit einem Audi hinter dem Cabriofahrer unterwegs. Der Audi wurde durch umherflliegende Trümmer des schleudernden Cabrios beschädigt. Der Audi-Fahrer blieb dabei unverletzt.

    Gefährliche Abbremsmanöver durch Schaulustige

    Die A96 musste in Fahrtrichtung München für eine Stunde komplett gesperrt werden. Danach wurde die linke Spur freigegeben. Die rechte Spur blieb zur Unfallaufnahme weiterhin bis 10.15 Uhr gesperrt. Es kam zu einem Rückstau von zehn Kilometern.

    Ein Sachverständiger soll nun die genaue Unfallursache klären.

    Laut Polizei kam es auf der linken Spur, die am Unfall vorbeiführte, auch deshalb immer wieder zu Stauungen, weil etliche Gaffer neugierig schauten und teilweise auch Bilder mit ihren Handys schossen.  Dabei kam es auch zu gefährlichen Abbremsmanövern.

    Die Polizei weist nocheinmal ausdrücklich darauf hin,  bei Stau eine Rettungsgasse zu bilden und diese auch für die Rettungskräfte freizuhalten.  ina

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