Pürgen Viel Positives gab es zu berichten bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Pürgen. So konnte im Juli 2011 nach längerer führungsloser Zeit „in letzter Minute“, wie Vereinsvorsitzender Wilfried Aulehla sagte, Johann Heinrich als neuer Kommandant sowie Michael Oswald als Stellvertreter gewählt werden. Nachdem Zweiter Kommandant Frank Karges wegen seines Wegzugs das Amt niedergelegt und sich kein Nachfolger gefunden hatte, hatte auch Stefan Folk, der elf Jahre lang Kommandant war, das Handtuch geworfen.
Über die Anfangsphase als Vereinsvorsitzender und die Suche nach Kommandanten sagte Aulehla: „Das hatte ich mir so nicht vorgestellt.“ Unterstützend bleibt Folk als Feuerwehrmann aktiv, Frank Karges hat seine Hilfe bei Unterrichten (und Ausflügen) angeboten und bleibt weiterhin Vereinsmitglied. „Franz, du hast sehr gute Arbeit geleistet, jeder ist stolz auf dich“, bedankte sich Aulehla unter lautem Beifall bei Karges. Dieser – wie auch Stefan Folk, der jedoch nicht anwesend war – erhielt ein individuell gestaltetes Fotobuch als Erinnerung an die aktive Zeit.
Unter neuer Führung wurde das vergangene Jahr beendet. „Seit ich Kommandant bin, sind bei jeder Übung mehr als 23 Leute“, freute sich Kommandant Johann Heinrich. Der Erfolg des neuen Führungsteams („die Konstellation ist hervorragend“, so Bürgermeister Klaus Flüß) zeichnet sich auch in den Mitgliederzahlen ab: Mit elf neuen Mitgliedern, darunter vier Wiedereinsteigern, hat die Pürgener Wehr nun 39 Aktive, davon acht Frauen.
Zuwachs gibt es auch bei den Einsatzzahlen: In den ersten sieben Wochen 2012 hatte Pürgen bereits einen Einsatz mehr als im gesamten vergangenen Jahr. 2011 waren es sieben mit 205 Einsatzstunden (drei Hifleleistungen, vier Brände und zwei Sicherheitswachen). In den Übungen wurden 492 Stunden geleistet.
Auch bildete sich eine neue, vierköpfige Jugendgruppe, seit September unter Leitung von Petra Lehner. Die Mädchen renovieren derzeit den Jugendraum im Feuerwehrhaus selbst. Die 2011 mitgetragene Werbeaktion des Landesfeuerwehrverbandes soll in Pürgen 2012 mit verstärkter Jugend-Werbung fortgesetzt werden.
Es fehlt an Schutzausrüstung
Kommandant Heinrich kritisierte den schlechten Ausrüstungszustand der Aktiven. „Ein paar teilen sich einen Anzug, und manche haben nicht einmal eigene Schuhe“, sagte er in Bezug auf die Anschaffungsliste, die bereits mit Bürgermeister Klaus Flüß besprochen worden sei. Zeitgemäße Schutzanzüge, Helme und Schuhe können heuer aus dem Haushalt der Gemeinde beschafft werden. „In den letzten Jahren wurde viel Technisches gekauft“, sagte Bürgermeister Flüß. 2011 ließ die Gemeinde ein automatisches Tor im Feuerwehrhaus einbauen, viel Eigenleistung erbrachten die Feuerwehrleute. 2012 soll das Feuerwehrhaus außen gestrichen werden. So passt es zum „Schmuckstück von einer Garderobe“, wie Kassier Manfred Haschka sagte, die vergangenes Jahr in Eigenleistung eingebaut wurde. (res)