Epfach Die aus dem ganzen bayerisch-schwäbischen Raum stammenden angehenden Priester, Gemeinde- und Pastoralreferenten besuchten während ihres Studientages zusammen mit Subregens Rainer Florie und dem Kunstreferenten der Diözese Felix Landgraf, die Epfacher Pfarrkirche. Pfarrer Michael Vogg zeigte ihnen das sehr gelungen renovierte Epfacher Gotteshaus. Dabei kam er auch auf die große historische Vergangenheit der Lechraingemeinde zu sprechen.
Anerkennend hob er die immensen erbrachten Leistungen der Epfacher Gläubigen für ihr Gotteshaus hervor. Der sonnige Tag ließ viel Licht durch die Fenster strahlen, wobei sich das Innere der renovierten Kirche besonders freundlich und hell zeigte. Die jungen Theologinnen und Theologen waren allesamt begeistert von den neuen Modellen Ambo, Altar und Osterkerzenständer des Künstlers Joachim Kraus. Um einen direkten Vergleich mit der bisherigen doch beengten Situation aufzuzeigen, wurden die ehemaligen sakralen Gegenstände im Kirchenraum aufgestellt und anschließend gegen die neuen Modelle (aus Holz) ausgetauscht.
Experte: Luftiges Bild
Die „Schrankenwirkung“ wurde den Besuchern nach dem Umstellen aufgezeigt. Mit viel Hintergrundwissen führte Kunstreferent Felix Landgraf aus: „Die vorgeschlagene Lösung lässt den Kircheninnenraum leicht wirken und schafft durch ihr zartes Erscheinungsbild optisch und praktisch viel mehr Luftigkeit im Kircheninneren, die Bögen der Fenster kehren in den Rundungen des Volksaltares wieder. Sakrale Gegenstände sind glaubhafte Orte zum Festhalten.“ Sorgsam und sensibel sei mit diesen Gegenständen in Epfach umgegangen worden.
Der Taufstein sei der „Grundstein“ und soll ebenso in der Mittelachse der Kirche, wie auch der Altar (Schlussstein) im Lot sein. Die neuen Elemente werden nun für einige Monate erprobt, und wenn sich Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung dafür entscheiden, zieren sie später – aus Stein gefertigt – und in hellen Naturfarben, ähnlich wie die Säulen an den Seitenaltären, das Innere von St. Bartholomäus.
Der Sockel des alten Taufsteins, auf dem eine gehöhlte alte Römersäule prangt, soll später noch vom Steinmetz in eine achteckige Form umgearbeitet werden. Über den künftigen Standplatz dieses historischen Taufbeckens wird noch diskutiert. Die Verantwortlichen freuen sich auf die theologische Auseinandersetzung zusammen mit der Gemeinde.
Wie die gesamte Altarraumlösung nach der Erprobungsphase aussehen wird, kommt im Rahmen einer Pfarrversammlung ans Licht. Bevor die Fahrt der jungen Studierenden weiterging, durfte die Gesellschaft noch einen Blick ins schöne historische Pfarrhaus werfen und das besondere Flair genießen. (klö)