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Geltendorf: Parken in Reih und Glied am Geltendorfer Bahnhof

Geltendorf

Parken in Reih und Glied am Geltendorfer Bahnhof

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    Die Zeiten des wilden Parkens in Geltendorf am Bahnhof sind Geschichte. Die Gemeinde hat Markierungen anbringen lassen.
    Die Zeiten des wilden Parkens in Geltendorf am Bahnhof sind Geschichte. Die Gemeinde hat Markierungen anbringen lassen. Foto: Alwin Reiter

    Kleine Maßnahmen zeigen oft große Wirkung und sind trotzdem für vergleichsweise geringe Kosten durchzuführen. Ein Beispiel: die neuen Parkmarkierungen am Geltendorfer Bahnhof. Seit die Linien im nördlichen Teil des stark frequentierten Bahnhofs aufgebracht wurden, ist eine gewisse Ordnung eingekehrt und sogar mehr Parkplätze wurden gewonnen.

    Diesen Eindruck hat zumindest Geschäftsstellenleiter Florian Hänle, der das Geschehen dort genau beobachtet. Auch ihm sind die vielen Bahn-Gäste ein Dorn im Auge. Vor allem die, die auf den letzten Drücker mit dem Auto ankommen und dann - aufgrund Zeitmangels verursachter Hektik - das Auto „irgendwie abstellen“. Auf diese Weise sei bislang sehr viel wertvoller Parkraum verlorengegangen. Doch Besserung ist seit Jahren nicht in Sicht, so sehr sich auch die Gemeinde darum bemüht, denn: Eigentümerin des Areals ist die Deutsche Bahn. Schon öfter seien Gespräche geführt worden, mit der Absicht der Gemeinde, zumindest den nördlichen Teil des Parkplatzes der Bahn abzukaufen. Doch bislang hätten die Gespräche zu keinem Ergebnis geführt.

    Die Parkplätze am Bahnhof könnten irgendwann einmal der Gemeinde gehören

    Also beschloss man auf Geltendorfer Seite, die Parkplatzmarkierungen aufzubringen, um die Blechlawine in eine gewisse Ordnung zu bringen. Am 30. Juni und an zwei Tagen im Juli traten „die Maler“ an und schon trat der erhoffte Effekt ein. Florian Hänle. „Wir haben zwar rein rechnerisch acht Parkplätze verloren, in der Praxis aber durch die ordentlichen Parkvorgänge nun Plätze dazugewonnen, bringen mehr Autos unter.“

    Dennoch will man sich in Geltendorf mit dem Erreichten nicht zufriedengeben. Anfang März bereits teilte man der Bahn offiziell mit, dass man die im Eigentum der Bahn befindlichen P+R-Plätze am Bahnhof Geltendorf kaufen möchte. Im Juli nun kam die Antwort der DB Station&Service AG in München. Darin heißt es zusammengefasst, dass die Vorbereitungen für einen Verkauf im Rahmen eines Prozesses, inklusive einer Machbarkeitsprüfung, viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher könne es „durchaus längere Zeit dauern“, bis es seitens der Bahn zu einer Antwort auf die Anfrage komme.

    Die Bahn will, dass die Gemeinde einige Dinge repariert

    Gleichzeitig bestätigte die Bahn aber auch die Kündigung der P+R-Vereinbarung vom 28. Januar 1983 durch die Gemeinde Geltendorf. Diese Vereinbarung endet nun am 20. September 2018. Dabei soll es eine Übergabe zum Vertragsende geben - in einem „verkehrssicheren und ordentlichen Zustand“.

    Laut Bahn gehöre dazu etwa die Endreinigung der Kanäle und Einläufe, die Reparatur schadhafter Bereiche der Oberfläche sowie eine vollständige Grünpflege inklusive des Grünstreifens am Waldrand, der ebenfalls zur Anlage gehört. Das wiederum sehen die Gemeinderäte ein wenig anders. Die Reinigung der Kanäle gehöre ihrer Auffassung nach ebenso wenig zur Aufgabe der Gemeinde wie auch die bereits erfolgte Erneuerung der Parkflächenmarkierungen. Bürgermeister Wilhelm Lehmann soll nun die beiden Punkte im Gespräch mit der Bahn klären.

    So schauen die anderen Kündigungsfristen aus

    Darüber hinaus gibt es aber noch weitere, unterschiedliche Kündigungsfristen. So wurde die Anlage auf der Südseite ohne die 60 Fahrradständer laut Bahn am 5. Dezember 2006 übernommen, was einen Beginn der Kündigungsfrist erst zum 5.Dezember 2031 bedeutet. Die Frist für Anlage entlang des Gleiskörpers auf der Nordseite (Übergabe 5. Juni 2007) beginnt frühestens 2032, die für die Bike+Ride-Anlage auf der Südseite gar erst 2033.

    Laut Deutsche Bahn müsse auch noch eine Abstimmung mit der Gemeinde Eresing erfolgen, da sich die Anlage ja zum Teil auch auf deren Gemeindegrund befinde. Ein weiterer, laut Bahn noch zu klärender Punkt sei der Umfang der Kündigung, da zur Anlage ja noch eine Buswendeanlage und ein Bushäuschen gehören.

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