Von Gerald Modlinger
Eine Stunde lang ist es am Mittwochabend hin und her gegangen, am Ende segnete der Schondorfer Gemeinderat mit 12:3 Stimmen den Bau von vier großformatigen Wohngebäuden mit Tiefgarage auf einem lang gezogenen Hinterliegergrundstück im Buchenweg in Oberschondorf ab. Das Konzept des Greifenberger Architekten Felix Bembé sei besser, als das Grundstück zu parzellieren und kleinteilig in einer Art „Schachtelhausen“ zu bebauen, fasste Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) die Zustimmungsgründe zusammen.
Das zur Bebauung vorgesehene 4224 Quadratmeter große Grundstück befindet sich im Innern der hufeisenförmigen Brunnenstraße am nördlichen Ortsrand, anfahrbar ist es nur über eine schmale Zufahrt vom Buchenweg aus. Dort sollen vier zweigeschossige Häuser mit flachem Dach gebaut werden, die je nach Gelände 5,50 bis 6,50 Meter hoch aufragen. Die Kuben sollen laut Planer Felix Bembé knapp 200 Quadratmeter Grundfläche umfassen und vertikal in zwei Wohneinheiten wie Doppelhäuser geteilt werden. Daneben sind zwei Appartements vorgesehen. In einer Geländesenke möchten die Antragsteller eine Tiefgarage mit 36 Stellplätzen errichten. Ein Fünftel der Grundstücksfläche werde dabei überbaut, der vorhandene Baumbestand werde so weit möglich erhalten, versicherte Wittmaack. Zwar wäre es auch möglich, einen Bebauungsplan aufzustellen. Doch die Frage sei, welche planerische Alternative entwickelt werden kann. Die, so schätzte Wittmaack die Sachlage ein, bestünde wohl nur in einem „Schachtelhausen“ mit kleinen Häusern und Doppelgaragen.
Thomas Eichinger (CSU) warnte hingegen davor, den Bauantrag durchzuwinken: „Ich halte es für verantwortungslos, das einfach laufen zu lassen.“ Die geplanten großen Baukörper bildeten das Maß für die künftige Bebauung dieses bislang noch kleingliedrigen Wohngebiets. Mittelfristig werde dieser neue Maßstab zu einer „starken Verdichtung“ führen. Dafür reiche jedoch die einzige Zufahrt in dieses Viertel über die Brunnenstraße nicht aus.
Innerörtliche Verdichtung sei aber politisch gewollt, da nicht weiter im Außenbereich gebaut werden soll, gab Wittmaack zu bedenken. Mehr zu diesem Thema und einen Kommentar dazu lesen Sie in der Print-Ausgabe des Landsberger Tagblatts.