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Kommentar: Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte

Kommentar

Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte

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    Treffen bei Bauer Schuster in Hofstetten: (von links) Michael, Andreas Schuster, Johann Drexl, Gabriele Triebel, Berhard Drexl (vorne) Johannes und Ludwig Schuster
    Treffen bei Bauer Schuster in Hofstetten: (von links) Michael, Andreas Schuster, Johann Drexl, Gabriele Triebel, Berhard Drexl (vorne) Johannes und Ludwig Schuster Foto: Julian Leitenstorfer Photographie

    Mit den Fingern auf konventionelle Landwirte zeigen und ihnen die alleinige Verantwortung für Insektentod und tierisches Leid zuschieben, das ist scheinheilig. Unsere industrielle Produktion, unser Konsum und unsere mobile Lebensweise einschließlich dem Bedürfnis jedes Jahr mindestens einmal den Flieger für den Trip in die Ferne zu besteigen, trägt ihren Teil zu Klimawandel und Landschaftsschwund bei. Und die Landwirtschaft ist so, wie sie ist, da wir, die Verbraucher, in der Masse nicht gewillt sind, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben.

    Ein gesellschaftliches Thema

    Aus Gründen, die ein Sozialpsychologe analysieren muss, wird gerade jetzt der Umgang mit Nutztieren zum gesellschaftlichen Thema: Wurden Vorgehensweisen wie Kükenschreddern oder Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren, die seit Jahrzehnten offen praktizierter Alltag in der Eier- oder Schweinefleischproduktion sind, früher nur von einigen kritisiert, sorgen diese Praktiken jetzt für einen viel größeren Widerhall in den öffentlichen Diskussionen. Auch der Veganismus als Bewegung, die aus ethischen und ökologischen Gründen den Verzehr und Gebrauch von tierischen Produkten verzichtet, ist ein Zeichen dieser verstärkten Wahrnehmung tierischer Rechte.

    Ein möglichst gutes Leben

    Und damit müssen sich auch die Landwirtschaft und die ihr nachgelagerten Bereiche auseinandersetzen. Denn auch wenn man grundsätzlich dazu steht, das Tier und seine Produkte wie Milch und Ei zu nutzen, und Huhn, Rind, Kalb oder Schwein auch zu schlachten, um Fleisch zu essen, geht es darum, diese Dinge auch wertzuschätzen und das Tier, solange es lebt, möglichst gut leben zu lassen. Schweine auf Stroh und Kälber, die auch in der Milchwirtschaft an der Kuh saufen – bisher sind das noch winzige Nischen, die es zu vergrößern gilt – und der Käufer muss auch bereit sein für diesen Mehraufwand Geld hinzulegen.

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