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Kreis Starnberg: Nach Unfall: 40 Flüchtlinge greifen Einsatzkräfte an

Kreis Starnberg

Nach Unfall: 40 Flüchtlinge greifen Einsatzkräfte an

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    Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr sind in Breitbrunn am Ammersee von Asylbewerbern angegriffen worden.
    Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr sind in Breitbrunn am Ammersee von Asylbewerbern angegriffen worden. Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

    Rund 40 wütende Asylbewerber haben am Samstagabend in Breitbrunn am Ammersee (Landkreis Starnberg) Feuerwehr und Rettungsdienst angegriffen. Sie waren angerückt, weil ein zweijähriger Flüchtlingsjunge beim Spielen aus einem Fenster gestürzt war.

    Wie die Polizei Herrsching mitteilt, wurde schon bei der Anfahrt einer Streife mitgeteilt, dass die Sanitäter von aufgebrachten Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft angegriffen werden. Den Beamten standen rund 40 Asylbewerber gegenüber, die versuchten, die Behandlung des schwerverletzten Buben zu verhindern. Die Flüchtlinge versuchten laut Polizei, in den Rettungswagen einzudringen beziehungsweise die Rettungskräfte anzugreifen. Zu konkreten Straftaten kam es zwar nicht, aber es rückte ein Aufgebot umliegender Polizeistationen an. Schließlich beruhigte sich die Lage.

    Bub erleidet bei Sturz Brüche und Kopfverletzung

    Nach bisherigem Ermittlungstand spielte der zweijährige Junge mit seiner vierjährigen Schwester im Ehebett der Eltern. Die Mutter verließ kurz das Zimmer, um in die Gemeinschaftsküche zu gehen. Der Vater hielt sich zum Baden am Ammersee auf. Vom Bett aus kletterte der Zweijährige wohl aufs Fenstersims und stürzte durch das geöffnete Fenster rund 2,8 Meter tief auf den Betonboden. Der Bub wurde lebensgefährlich verletzt, war nicht ansprechbar und erlitt Brüche und auch eine Kopfverletzung.

    Weshalb die Bewohner so aufgebracht waren, ist noch nicht ganz geklärt. Laut Polizei bestand die Angst, dass das Kind den Eltern weggenommen würde. Zudem gab es Äußerungen, der Rettungsdienst habe zu lange gebraucht.

    Ein Mitglied der Feuerwehr Breitbrunn, die als First Responder rasch am Einsatzort war, erstattete Anzeige. Der Mann war wohl von einer Bewohnerin des Asylbewerberheimes angespuckt worden. Auch hier laufen die Ermittlungen. In der Gemeinschaftsunterkunft leben derzeit rund 65 Personen. LT

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