Fachkräfte sind rar und werden händeringend gesucht – vor allem in der Landwirtschaft. Mit Hilfe des Maschinenrings sollen die personellen Lücken jetzt geschlossen werden. Wie die Lösung aussieht, darüber berichtete Gastreferent Peter Christmann, Geschäftsführer beim Maschinenring Memmingen, bei der Jahresversammlung der Landsberger Vereinigung landwirtschaftlicher Betriebe.
„Wir vermitteln Mini-Jobber in landwirtschaftliche Betriebe vor allem deswegen, um den Landwirten deutlich zu machen, dass sie sich an die Rolle eines Arbeitgebers gewöhnen“, sagte Peter Christmann. Die Steigerung sehe danach so aus, dass sich daraus allmählich Halb- oder Ganztagskräfte in den landwirtschaftlichen Betrieben etablieren könnten. Auf Nachfrage, was das für Interessenten seien, die sich als Mini-Jobber bewerben, antwortete Christmann: „Das sind ganz verschiedene Leute.“ Bewerber würden teilweise aus Industriebetrieben oder anderen Berufszweigen kommen, die dort zwar fest angestellt sind und eine geregelte Arbeitszeit haben, aber in ihrer Freizeit einen kleinen Zuverdienst suchen und zwei- bis dreimal wöchentlich in der Landwirtschaft verschiedene Tätigkeiten ausüben.
Die Profis reagieren zum Teil skeptisch
Dass sie als Nichtlandwirte trotzdem auf dem Bauernhof mitarbeiten möchten, sei von den landwirtschaftlichen Profis anfangs zwar mit Zweifeln aufgenommen worden. „Die meinen immer, ich suche einen Fachmann, der meine Kühe melken kann und keinen Büroangestellten oder Mechatroniker“, sagte Christmann. Aber man habe festgestellt, dass es ein Riesenvorteil sei, wenn berufsfremde Bewerber keine Fachkenntnisse mitbringen. „Denn dann kann er nämlich ganz genau so angelernt werden, wie ich das in meinem Betrieb haben möchte.“
Dass Interesse im Landkreis besteht, hatte der Landsberger Vorsitzende Christian Leis in seinem Jahresbericht gesagt. „Wir wollen dafür sorgen, dass wir solche Arbeitskräfte für unsere aktuell 895 Betriebe generieren können.“ Auch deshalb sei vom Maschinenring eine neue Webseite samt Broschüre aufbereitet worden. „Damit wir die aktuellen Themen im Rahmen der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit noch deutlicher in den Fokus stellen.“
Nach dem Kassenbericht sowie dem Haushaltsvoranschlag durch Geschäftsführer Ottmar Keller und der Berufung von Franz Geier und Irmgard Peischer als Kassenprüfer berichtete Christian Leis, dass er vor Kurzem die langjährige Mitarbeiterin des Maschinenring, Marie-Luise Bauder, mit Blumen und einem Reise-Gutschein in den Ruhestand verabschiedet hat.