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Neues Zahlungsmittel: Der Ammerlechtaler hilft

Neues Zahlungsmittel

Der Ammerlechtaler hilft

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    Ursula Oberndörfer und Peter Michael Scholz sind die verbliebenen tragenden Säulen des Ammerlechtaler-Vereins.
    Ursula Oberndörfer und Peter Michael Scholz sind die verbliebenen tragenden Säulen des Ammerlechtaler-Vereins. Foto: Jutta Bäzner

    Die Regionalwährung Ammerlechtaler (ALT) gibt es seit sieben Jahren. Heuer kamen bei der Ausschüttung der ALT-Förderbeiträge 1625 Euro zusammen. Als der Taler im Sommer 2007 eingeführt wurde, gaben ihm Skeptiker kaum Chancen. Heute ist sie für viele Menschen in der Gegend um den Ammersee selbstverständliches Zahlungsmittel. Vor allem, seit vor eineinhalb Jahren die Bürgerkarte eingeführt wurde.

    Diese Karte macht den Umtausch von Euro in Ammerlechtaler überflüssig – man zahlt mit Euro oder mit Kreditkarte, der Einkauf wird dem ALT gutgeschrieben, ebenso der vierteljährliche Regionalbeitrag von fünf Prozent, von dem zwei Prozent an soziale Projekte gehen. Welche das sind, bestimmt der Nutzer bei seiner Registrierung. Das gilt für ALT-Bargeld und Bürgerkarte. „Für uns ist das Verfahren seit Einführung der Bürgerkarte komplizierter geworden, weil wir über ein Rechenzentrum abrechnen müssen“, berichtete Peter Michael Scholz vom ALT-Verein im Bürgertreff. Da das Geschäftsjahr des Rechenzentrums am 31. Dezember schließt und das des ALT bisher Mitte des Jahres, kam es jetzt nur zu einer halbjährigen Ausschüttung der Förderbeiträge.

    An 15 soziale Einrichtungen oder Projekte des Landkreises wurden die 1625 Euro vergeben. Einige Vertreterinnen waren trotz Fußball-WM-Übertragung und Ferienzeit gekommen und bedankten sich bei „Schatzmeisterin“ Ursula Oberndörfer, die die Umschläge mit den Geld-Gutscheinen überreichte. Den größten Betrag – 646 Euro – erhielt die Waldorfschule Landsberg. Kleinere Summen bekamen unter anderen die AWO Utting, der Verein „Füreinander“ Utting, der Kindergarten Finning, die Montessori-Schule Inning, das Telos-Kinderhaus Utting, Transition Town Schondorf und die Arche Landsberg.

    Peter Michael Scholz und Ursula Oberndörfer sind die tragenden Säulen des ALT-Vereins. „Eigentlich sind wir beide von all den vielen Aktiven übrig geblieben“, klagte Scholz, „und wenn Ursula Obern-dörfer nicht die Buchhaltung so hervorragend machen würde und sich auch sonst immer wieder tatkräftig für den Ammerlechtaler einsetzen würde, müssten wir ans Aufgeben denken.“ Aber das ist für beide keine Alternative. Scholz erinnerte an zwei Kernsätze der Idee: „Wirtschaft ist Kreislauf, nicht Wettlauf“ und „Unternehmen statt unterlassen“.

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