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Neujahrsempfang: Alt und Jung: Rücksicht nehmen und vorsorgen

Neujahrsempfang

Alt und Jung: Rücksicht nehmen und vorsorgen

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    Referent beim Neujahrsempfang: Stephan Reiß-Schmidt.
    Referent beim Neujahrsempfang: Stephan Reiß-Schmidt. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Landsberg Bis zum Jahr 2060 werden nach Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland rund 17 Millionen Menschen weniger leben als heute. Jeder Dritte wird über 65 Jahre alt sein. Die demografische Entwicklung wird sich in nahezu allen Lebensbereichen, auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und auf das Zusammenleben auswirken. Wie sieht das Miteinander von Alt und Jung künftig aus, welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden? Fragen, die sich nicht nur Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Landrat Walter Eichner stellen, die das Thema beim Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis in den Mittelpunkt stellten.

    Langer Atem vonnöten

    Dazu hatten Lehmann und Eichner den Münchner Stadtdirektor Stephan Reiß-Schmidt in den Festsaal des Historischen Rathauses geladen. Er referierte zum Thema und nannte vier Ziele für die Stadt der Zukunft: die familiengerechte Stadt, die altersgerechte Stadt, die generationengerechte Stadt und die kompakte Stadt der kurzen Wege. Die Ziele könnten nicht separat, sondern nur gemeinsam erreicht werden. Integrierte Strategien, wie sie auch die Stadt Landsberg verfolge, seien am erfolgreichsten auf dem Weg dorthin. Die Politik müsse für die Zukunft vorsorgen. Dazu sei aber ein langer Atem vonnöten. Würden die Ziele erreicht, steige auch die Lebensqualität der Stadt.

    Doch wo kann die Kommune Einfluss nehmen? Natürlich, so Stephan Reiß-Schmidt auf dem Arbeitsmarkt. Attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze halten seiner Meinung nach eine Stadt jung. Sie machen den Standort für junge Familien interessant. Die müssen auch im Ort wohnen wollen. Daher biete die Stadt München Bauherren eine Checkliste für kinder- und familienfreundliches Wohnen. Wichtig seien auch gemischte Wohnformen in Bezug auf Alter und Einkommen. In der Landeshauptstadt werde daher Wert darauf gelegt, dass der Anteil geförderter Wohnungen bei mindestens 30 Prozent liegt.

    „Der Ausgleich der Interessen ist eine der Aufgaben der Politik“, sagte Ingo Lehmann. Wo die Interessen aufeinanderprallen, gelte es Rücksicht zu nehmen. Als negatives Beispiel nannte er die Diskussionen um den Spiel- und Bolzplatz in Pitzling. Er wolle sich für das Miteinander der Generationen einsetzen, mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept sei man auf dem richtigen Weg. Um Rücksicht nehmen zu können, sind nach Meinung des Oberbürgermeisters auch Räume und Plätze wichtig. So biete gerade der umgebaute Hauptplatz ausreichend Raum für Alt und Jung.

    Gute Beispiele und Ansätze

    Für ein besseres Miteinander der Generationen möchte sich auch Landrat Walter Eichner einsetzen. Es müsse für ein Klima gesorgt werden, in dem Verständnis und gegenseitige Wertschätzung untereinander selbstverständlich werden. Im Landkreis sieht er dafür schon gute Beispiele und Ansätze, wie er beim Neujahrsempfang sagte. Er nannte unter anderem das Projekt „Alt hilft Jung“, den Treff „Schüler helfen Senioren beim Umgang mit Computern und Handys“ in Landsberg, den Bürgertreff „17&wir“ in Utting, das Kinderbüro in Landsberg und die Aktivsenioren.

    Wichtige Arbeit leisten nach Ansicht des Landrats auch die Vereine, Organisationen, Schulen und Kirchen. Dort sei das Miteinander von Alt und Jung seit jeher selbstverständlich. Etwa, wenn der erfahrene Sportler als Trainer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet und so sein Wissen weitergibt.

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