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Paula Print: Buntes Quartier für Gartenvögel

Paula Print

Buntes Quartier für Gartenvögel

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    Der Zeitungsente Paula Print gefallen die bunten Vogelhäuschen, die Konrad Bleicher bastelt, ausgesprochen gut.
    Der Zeitungsente Paula Print gefallen die bunten Vogelhäuschen, die Konrad Bleicher bastelt, ausgesprochen gut. Foto: Romi Löbhard

    Penzing Bemalte Vogelhäuschen – so was Superoberfeines! Zeitungsente Paula Print hat auf ihren Streifzügen in einem Garten Vogelhäuschen entdeckt, die waren rot und grün und blau, mit Blumen und Schmetterlingen, mit Hoftor und Fensterläden und Dachziegeln. Der Sache musste die neugierige Madam schon mal auf den Grund gehen.

    „Das ist mein Hobby“, erzählt ihr Konrad Bleicher, der an mehreren Bäumen in seinem Garten solche Häuschen hängen hat. „Ich hab schon 20 oder mehr gebaut und bemalt und auch schon einige verschenkt.“ Zum Beispiel an seine Enkel Luisa, Johannes, Jonas und Jacob: „Wir haben vier davon“, berichtet Luisa, bei Jonas und Jacob warten zwei Häuschen darauf, dass der Papa sie aufhängt. Konrad erklärt der neugierigen Ente, dass das Nistkästen sind für kleinere Gartenvögel. „Die haben sogar zwei Stockwerke“, sagt der Bastler und führt ganz stolz die Funktion der Nistkästen vor. „Das Flugloch geht in den ersten Stock, zur Kinderstube. Dort können die Vögel in aller Ruhe ein Nest bauen und brüten und später ihre Jungen füttern. Im Erdgeschoss ist das Wohn- und Spielzimmer, mit Fenstern nach mehreren Seiten und einer Veranda vor der Tür.“ An der Rückseite, sieht Paula, kann das Häuschen zum Reinigen mit ein paar Handgriffen geöffnet werden.

    Als Baumaterial hat Konrad alles mögliche verwendet, Sperrholz zum Beispiel oder dicke Fichtenbretter. Die Dächer sind nicht einfach grade abgesägt, sondern legen sich als sanfte Wellen auf die Wände. War alles verschraubt und verleimt, hat sich der Häuslebauer Pinsel und Farbe geschnappt und gemalt. Also er hat nicht einfach nur das Holz angestrichen, sondern Dach und Hauswänden verschiedenfarbige Muster verpasst und Blumen draufgemalt, die richtig echt wirken. „Die Rosen da“, sagt er und deutet auf zwei extraschöne Exemplare auf einem Nistkasten, „hab ich im Garten direkt von den Originalen abgeschaut.“

    Natürlich will Paula Print wissen, für welche Vögel sich die Nistkästen eignen. „Ich hab die Einfluglöcher 32 Millimeter im Durchmesser gemacht“, sagt Konrad und weiß, dass da sechs heimische Vogelarten reinfliegen können. „Finken und fast alle Meisenarten mögen so einen Nistkasten. Rotkehlchen probieren ihn aus und verschiedene Spechtarten.“ Paula Print findet beim Blättern in einem Naturschutzheft heraus, dass auch Haussperlinge und Trauerschnäpper gern so ein Häuschen zum Nest bauen und Brüten annehmen, weil sie in unseren ordentlich aufgeräumten Gärten oft keine Nistmöglichkeiten mehr finden, wo sich ihre Jungen sicher fühlen können.

    Warum der Trauerschnäpper so heißt? Trauer vielleicht, weil das Männchen an der Oberseite kohlrabenschwarz ist, aber Schnäpper ist sonnenklar. Die Vögelchen fliegen durch die Luft und schnappen sich im Flug alle Insekten, die sie kriegen können. Das ist doch was Feines für uns arme Stichgeplagte, oder?

    Eines interessiert Paula jetzt doch auch noch: Ist schon irgendwo ein Vogel eingezogen? Bei Konrad im Garten haben Meisen den Nistkasten besichtigt und beim kleinen Manuel, wo auch ein bunter Nistkasten am Baum baumelt, ist eine Meise bereits eingezogen. (löbh)

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