1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Prix-Gelände: So viel kassiert Schondorf für den Verkauf

13.12.2018

Prix-Gelände: So viel kassiert Schondorf für den Verkauf

Die behelfsmäßige Zufahrt zum Schondorfer Prix-Gelände. Der Baukran im Hintergrund hat nichts mit dem künftigen Bauareal zu tun, sondern mit der Erweiterung der Realschule.
Bild: Julian Leitenstorfer

Jetzt ist bekannt, wie viel Geld die Gemeinde für den Verkauf vom Investor bekommt. Ein Teil dieser Summe fließt gleich wieder in die Infrastruktur.

Die Gemeinde Schondorf bekommt vom Investor Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH für das Prix-Gelände 10,5 Millionen Euro. Diese Summe teilte Bürgermeister Alexander Herrmann nun auf LT-Anfrage mit. Die Gemeinde hatte einst, noch unter Altbürgermeister Peter Wittmaack, das damalige Industriegebiet für rund vier Millionen Euro gekauft. Ein Teil des entstehenden Baulandes wurde an den Landkreis für die Erweiterung der Wolfgang-Kubelka-Realschule mit einer Dreifachturnhalle sowie einem Erweiterungsbau abgegeben.

30 Prozent der Wohnungen werden an Schondorfer vermietet

Ein Grundstück, das mit einem Haus bebaut ist, gehöre noch dem Verkäufer, der Sparkasse. Zudem habe sich die Gemeinde selbst ein Grundstück an der Schulstraße vorbehalten. An den Investor, die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, gehen 15.000 Quadratmeter Grund, die inzwischen frei von Altlasten sind. Für den Abriss der Gebäude und die Räumung waren rund 850.000 Euro fällig. Hinzu kommen noch die Kosten für die Erstellung des neuen Bebauungsplans „Prix-Gelände“, der noch in Details für die Planung des Investors geändert wird, sowie für den Gemeindeanteil für die Erschließung. Festgeschrieben wurde in den Notarverträgen auch, dass 30 Prozent des entstehenden Wohnraumes ermäßigt an Schondorfer mit entsprechendem Bedarf verkauft oder vermietet werden müssen.

Zu Beginn werden etwa 190 Menschen in die geplanten etwa 60 Wohnungen und 16 Reihenhäuser einziehen, rechnete kürzlich ein Experte im Gemeinderat vor. Für die Menschen muss auch eine entsprechende Infrastruktur bereitgestellt werden. Alleine den Bau der neuen Kinderbetreuungsplätze von der Krippe bis zum Hort bezifferte Herrmann auf knapp eine halbe Million Euro, nur Baukosten. Dazu kämen noch Personalkosten.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Die Gemeinde habe aber generell noch zusätzlichen Bedarf an neuen Plätzen. Wie Bürgermeister Herrmann sagt, können aktuell nur noch ein Notplatz in der Krippe und zwei Notplätze im Kindergarten des sechsgruppigen Kinderhauses angeboten werden. Die Mittagsbetreuung sei ebenfalls ausgebucht, lediglich beim Hort gebe es noch ein paar Plätze. Den Prognosen zufolge wird Schondorf mittelfristig jeweils 16 neue Plätze in den Bereichen Kinderkrippe, Kindergarten und Hort/Mittagsbetreuung benötigen.

Es gibt Kinderbetreuungsplätze

Herrmann strebt an, zum Kindergartenjahr 2020/21 neue Plätze anbieten zu können. Dies könnte in einem dreigruppigen neuen Kinderhaus mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe sein. Dazu wird auch über den Neubau von zwei Hortgruppen nachgedacht, da der Hort derzeit in einem Klassenzimmer in der Grundschule untergebracht ist. „Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass wir nachziehen müssen“, sagte Herrmann. Die konkrete Planung soll nächstes Jahr angegangen werden.

Auf dem Prix-Gelände sind die Bauarbeiten für die Dreifachturnhalle im vollen Gange. Fertiggestellt wurde auch schon die Behelfsausfahrt in der Uttinger Straße für die Baustellenfahrzeuge, um die Anwohner in der Schulstraße zu entlasten. Diese führt nun mit einer Einbahnregelung an der Bahnlinie entlang. Die Einfahrt der Lastwagen ist in der Schulstraße angelegt. Dort soll in der nächsten Sitzung ein Lkw-Fahrverbot für die Baustellenfahrzeuge zu Schulbeginn und mittags angeordnet werden, da sich an die Absprachen nicht alle halten würden, berichtete Herrmann.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren