Bereits im vergangenen Jahr haben Hebammen Alarm geschlagen. Denn obwohl der Landkreis Landsberg derzeit einen Babyboom erlebt und seit zehn Jahren die Geburtenzahlen stetig steigen, wird die Zahl der freien Hebammen immer kleiner (LT berichtete). Für junge Mütter bieten sie jetzt einen neuen Service an.
Die freien Hebammen betreuen Schwangere von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit, führen Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen durch, beraten bei Kinderwunsch, Schwangerschaft, Wochenbett und dem Stillen, bieten Kurse wie Geburtsvorbereitung und Rückbildung an und leisten bei Geflüchteten auch Integrationshilfe. Als freie Hebammen arbeiten seit über 20 Jahren Barbara Utecht, Cornelia Michel und Martina Ferlemann. Für Mütter werde es immer schwieriger, eine Hebamme zu finden, viele wünschten sich nach der Geburt eine umfangreichere Hebammenbetreuung, sagen sie. Um Abhilfe zu schaffen, können sie seit letztem Jahr durch Fördermittel vom Landkreis mit vier weiteren Hebammen eine Sprechstunde in der Familienoase in Landsberg anbieten.
Diese Sprechstunde wird nun ersetzt durch eine Telefonhotline. Unter der Nummer 0156/78359620 können junge Mütter und Schwangere von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr, Samstag und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr, anrufen. Die Hebammen Barbara Utecht, Andrea Hoffs, Martina Ferlemann, Cornelia Michel, Daniela Deiler und Sarah Holste werden dann für alle Fragen rund um Wochenbett und Baby zur Verfügung stehen. Die Hebammen kommen unter anderem zum Wochenbettbesuch nach Hause, beraten bei Stillschwierigkeiten und leiten bei der Pflege des Babys an. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen übernommen. (küb)