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Dießen

21.01.2020

St. Alban: Badegäste müssen fürs Parken zahlen

In Zukunft müssen die Badegäste in den Dießener Strandbädern – wie hier in St. Alban – fürs Parken bezahlen.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Weil in den Dießener Strandbädern kein Eintritt mehr verlangt wird, soll das Geld auf andere Weise wieder reinkommen. Spätestens ab Sommer kostet das Parken am See.

Spätestens zu Beginn der kommenden Badesaison soll das Parken in der Nähe der öffentlichen Badestellen in St. Alban und Riederau gebührenpflichtig werden. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinderat schon im November in einer nichtöffentlichen Sitzung gefasst. Am Montag wurden vom Marktgemeinderat nun die Details festgezurrt.

Auslöser für die Thematik war neben dem steigenden Verkehrsdruck auch die Tatsache, dass zur Badesaison 2019 die kostenpflichtigen Strandbäder in frei zugängliche Badestellen umgewandelt wurden, die weiterhin von der Gemeinde unterhalten werden. Die Einnahmen durch die Parkgebühren sollen nach Möglichkeit den Einnahmen durch die früheren Eintrittsgelder, die bei rund 50.000 Euro pro Jahr lagen, entsprechen. Zugleich hofft die Gemeinde, dass viele Erholungssuchende aufs Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Auch in Riederau kostet das Parken in Zukunft

Eine Parkraumbewirtschaftung wird somit für den Seeweg Süd in St. Alban in nördlicher Ausdehnung bis zur Brücke über den Bierdorfer Graben eingeführt. Im südlichen Teil der Straße, beim Kinderheim St. Alban und beim Eingang zur Badestelle, herrscht – mit Ausnahme der Parkbuchten für Rettungsfahrzeuge und für den Kioskbetreiber – ohnehin absolutes Halteverbot. Auf dem nachfolgenden, gut 500 Meter langen Straßenabschnitt sowie auf dem gekiesten Strandbadparkplatz und der gegenüberliegenden Wiese am Bahndamm beim Ammersee-Gymnasium sollen, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, insgesamt sieben Ticketautomaten aufgestellt werden. Gebührenpflichtig werden auch der Parkplatz bei der öffentlichen Badestelle in Riederau, ebenso wie die Stellplätze beim Container-Standplatz. Für Riederau sind bislang drei Automaten vorgesehen.

St. Alban: Badegäste müssen fürs Parken zahlen

Die erste Stunde kostet nichts

Grundsätzlich soll die Parkgebühr ganzjährig von 9 bis 18 Uhr erhoben werden. Die erste Stunde ist frei, jede weitere Stunde kostet einen Euro bis maximal drei Euro für das Tagesticket. Frühschwimmer oder jene, die nach Feierabend kurz ins Wasser springen wollen, bleiben also außen vor. Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung lag bei vier Euro für das Tagesticket, etwas mehr – nämlich fünf Euro – hätten sich die Grünen gewünscht. Gleichzeitig schlug Petra Sander (Grüne) eine kostengünstigere Zufahrtsgenehmigung für Einheimische vor. Ein Vorschlag, der leider nicht rechtens und auch nicht mehr zeitgemäß sei und einen riesigen Verwaltungsaufwand bedeute, wie Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) erläuterte.

So viele Ticketautomaten werden aufgestellt

Mit Blick auf die Bewohner der westlichen, höher gelegenen Ortsteile favorisierte die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder stattdessen einen maßvollen Tarif von drei Euro für das Tagesticket.

Insgesamt sollen 321 bewirtschaftete Parkplätze entstehen. Die Gemeinde rechnet diesbezüglich mit Kosten in Höhe von 75.000 Euro. 8000 Euro wird die Befestigung der Bankette für Längsparker kosten, rund 12.000 Euro sind für die Beschilderung, weitere 55.000 Euro sind für insgesamt zehn Automaten vorgesehen. Dort sah Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) Einsparpotenzial. Es sei durchaus zumutbar, 150 Meter zum nächsten Automaten zu Fuß zu gehen. Nach dieser Rechnung könnte man in Bierdorf möglicherweise mit einem und in St. Alban mit vier Automaten auskommen und somit die Kosten halbieren. Auch die Bezahlung per Handy wird voraussichtlich möglich sein. Frank Fastl (Freie Wähler) erinnerte daran, dass auch die Fahrradparkplätze bei den Badestellen modernisiert und erweitert werden sollten.

Hinsichtlich der Parkraumkontrolle erklärte Verwaltungschef Karl Heinz Springer, dass das derzeitige Stundenkontingent der Gemeinde beim Kommunalen Dienstleistungszentrum Oberland noch ausreichend sei. Sollte sich herausstellen, dass es mit der Parkmoral bei den Erholungssuchenden nicht zum Besten stehe, müsse das Stundenkontingent möglicherweise aufgestockt werden.

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