Eresing Noch einmal vertagt hat sich der Eresinger Gemeinderat in Sachen Flächennutzungsplan und Umgehungsstraße, dennoch führte das Thema in der jüngsten Sitzung wieder zu einer lebhaften Debatte. Als Erster ergriff übrigens kein Vertreter der beiden Eresinger Parteien das Wort, sondern der Pflaumdorfer Vertreter Andreas Graf. Er machte seinem Unmut über den bisherigen Fortgang dieser Geschichte Luft, nachdem Bürgermeister Josef Loy weitere Planungsvarianten angekündigt hatte. „Es sind genügend Planungskosten ausgegeben worden, und ich sehe nicht mehr ein, dass wir wieder Planer für Tausende von Euro beauftragen“, sagte Graf.
Die bisherigen Varianten waren nicht genehmigungsfähig
„Wir müssen eine Planung bekommen, die genehmigungsfähig ist“, erwiderte der Bürgermeister, alle bisherigen Varianten seien dies nicht gewesen. Genau darüber ärgerte sich Graf jedoch besonders: „Es ist nicht überraschend, was da rausgekommen ist, es war klar, dass so etwas nicht realistisch ist.“ Und er warnte vor weiteren Aufträgen: „Was soll denn ein Planer noch planen?“, fragte er. Man brauche auch keine weiteren Gutachter, „jeder weiß, wie es da draußen ausschaut“. Und weitere Überlegungen zu einer Umfahrung an der Ulrichskapelle könne man sich sparen: „So etwas kommt doch nie infrage.“
Thomas Berger (Umweltfreundliche Bürger) rief ebenfalls nach realistischen Einschätzungen auch seitens der von Gemeinde beauftragten Orts-, Verkehrs- und Landschaftsplaner: „Wir müssen den Planern auf die Füße steigen und sagen, das musst du als Planer einschätzen können und eine Trasse herausfinden, die am Ende des Tages auch umsetzbar ist.“
Die zuletzt im Flächennutzungsplanentwurf dargestellten Überlegungen für eine Umgehungsstraße waren insbesondere im Hinblick auf den Südabschnitt auf weitgehende Ablehnung der Träger öffentlicher Belange gestoßen – für Bürgermeister Loy übrigens ebenfalls keine große Überraschung, wie er deutlich machte: „Das war klar, dass da nicht alle ,Hurra’ schreien, und dass wir von der Südtrasse weg müssen.“
Neue Trasse soll gesucht werden
Daraufhin entschlossen sich die beteiligten örtlichen Gremien – Gemeinderat, Lenkungsgruppe, Arbeitskreis Verkehr –, die Umfahrungsdiskussion neu aufzurollen und nach einer neuen Trasse zu suchen. Ergebnisse sollen dann möglicherweise auf einer Bürgerversammlung im Januar präsentiert werden.