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Umgehungsstraße: Flächennutzungsplan wird nochmals vertagt

Umgehungsstraße

Flächennutzungsplan wird nochmals vertagt

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    Auch eine Umgehungsstraße vor der Ulrichskapelle im Süden von Eresing wurde in den vergangenen Wochen in die Überlegungen zum neuen Flächennutzungsplan mit einbezogen.
    Auch eine Umgehungsstraße vor der Ulrichskapelle im Süden von Eresing wurde in den vergangenen Wochen in die Überlegungen zum neuen Flächennutzungsplan mit einbezogen. Foto: Fotos: Thorsten Jordan

    Eresing Das Thema Flächennutzungsplan wird auch von der Tagesordnung der heute in Eresing stattfindenden Gemeinderatssitzung gekippt. Wie im Oktober ist erneut die Umgehungsstraße der Grund für die Vertagung. Nachdem ein Trassenkonzept, das sich auch auf die Windacher Flur erstreckt hätte, keine Chancen auf eine Verwirklichung haben dürfte, suchen Gemeinderat und Lenkungsgruppe jetzt nach Alternativen für einen möglichen Südabschnitt zwischen Schöffeldinger und Windacher Straße.

    In welchem Maße eine Umgehungsstraße in Eresing erforderlich ist, wird seit Längerem kontrovers diskutiert. Zum einen gibt es Befürworter einer kleinen Lösung in Form einer außerörtlichen Verbindung zwischen Schwabhauser und Schöffeldinger Straße. Damit könnte der Verkehr in der Ortsdurchfahrt etwa die Hälfte verringert werden. Mehr Entlastung brächte eine Westumfahrung von der Geltendorfer bis zur Windacher Straße. Die zunächst im Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan dargestellte Trasse stieß jedoch auf vielfachen Widerstand: Die Gemeinde Windach wehrte sich gegen die Inanspruchnahme ihrer Flur, das Wasserwirtschaftsamt wies auf das Wasserschutzgebiet hin, die Untere Naturschutzbehörde auf das landschaftliche Vorbehaltsgebiet, den Waldfunktionsplan und einen Niedermoorbereich, was alles gegen die Genehmigungsfähigkeit einer solchen Straße spräche. Ein weiterer Grund gegen diese Trasse wären die Kosten aufgrund der bewegten Geländeverhältnisse.

    Als möglicher Ausweg wurde im November eine neue Variante ins Spiel gebracht. Sie würde näher an Eresing von der Windacher Straße nach Westen abzweigen und damit wesentlich kürzer sein sowie auf Gemeindegebiet liegen, allerdings in unmittelbarer Nähe an der Ulrichskapelle, einem wichtigen Eresinger Wahrzeichen, vorbeiführen.

    Bürgerversammlung soll am 12. Januar stattfinden

    Angesichts dieser Sachlage sollen vorerst aber keine weiteren Entscheidungen im Gemeinderat getroffen werden, war das Ergebnis einer Besprechung von Vertretern der Lenkungsgruppe und der beiden großen Fraktionen im Gemeinderat (Dorfgemeinschaft und Umweltfreundliche Bürger) am Montagabend. Jetzt ist laut Bürgermeister Josef Loy vorgesehen, noch einmal die Bürger zu hören. Dazu soll am 12. Januar eine Bürgerversammlung einberufen werden.

    Daneben gibt es Loy zufolge auch Überlegungen für eine weitere Variante im Süden des Dorfes. Um zumindest der Ablehnung der Gemeinde Windach Rechnung zu tragen, könnte sich Loy auch vorstellen, eine Umgehung am Parkplatz an der Straße Windach nach Westen abzweigen zu lassen. Diese käme dann gerade noch auf Eresinger Flur zu liegen, die an dem dort zum Wald nach Westen führenden Feldweg liegt. Diese Straße würde gut 100 Meter südlich der Ulrichskapelle verlaufen. Das würde zwar im Hinblick auf die Kapelle das Ortsbild schonen, die Frage dürfte aber sein, ob die anderen Gründe gegen eine Umfahrung im Süden entkräftet werden können.

    Probleme gibt es auch an anderen Stellen

    Deutlich macht Loy, dass er im Gemeinderat einen Konsens zu den Streckenvarianten anstrebe. Strittig ist ja nicht nur der Südabschnitt, sondern auch, wo die Straße im Westen verlaufen soll. Eine Trasse durch den Wald wäre wenn überhaupt nur mit erheblichen Auflagen verbunden, bei der sogenannten „Feldtrasse“ näher am Ort dürfte mit erheblichem Widerstand von Anwohnern zu rechnen sein.

    Hier könnte es auf eine Kombination aus Feld- und Waldtrasse hinauslaufen. Die Umgehung würde nach der Überquerung der Schöffeldinger Straße in Richtung Wald führen, diesen westlich oder nördlich vom Aussiedlerhof an der Ramsacher Straße erreichen und im Wald auf die Schwabhauser Straße treffen. Von dort aus könnte die Straße am Gewerbegebiet vorbei an die Geltendorfer Straße anschließen. Bis zur Bürgerversammlung solle man sich auf eine Variante geeinigt haben, stellt sich Loy vor.

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