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Unterhaltung: Seit zehn Jahren schwingt er den Taktstock

Unterhaltung

Seit zehn Jahren schwingt er den Taktstock

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    Mit zwei Konzerten feiern die Musikfreunde Geretshausen das 10-jährige Dirigat von Philipp Dölzer.
    Mit zwei Konzerten feiern die Musikfreunde Geretshausen das 10-jährige Dirigat von Philipp Dölzer. Foto: Musikfreunde Geretshausen

    Mit bayerisch-böhmischer Blasmusik haben sich die Musikfreunde Geretshausen über die Jahre einen guten Namen erspielt, der weit über die Landkreisgrenzen hinaus klingt. Zum zehnjährigen Jubiläum ihres Dirigenten Philipp Dölzer laden die Musikfreunde nun am Wochenende zu zwei Konzerten im Landgasthof Probst in Weil ein, um den Freunden bodenständiger Blasmusik ihr Können zu zeigen.

    Aber wer Philipp Dölzer, einen Vollblutmusiker, Dirigenten, Sänger und Arrangeur kennt, wird nicht verwundert sein, wenn er neben vielen Egerländer Melodien nicht auch noch einige Stücke „Ohrenschmaus“ ganz anderer Art in sein Programm eingebaut hat. Nur so viel will Dölzer im Gespräch mit dem LT vorab verraten: „Wir werden mit dem romantischen Hirtenlied und einem Medley mit dem Titel „Stelldichein in Oberkrain“ ein Dankeschön an den unvergessenen Slavko Avsenik richten, dem Chef der Original Oberkrainer, der in diesem Sommer 85-jährig verstorben ist“, so Dölzer.

    Für den Dirigenten der Musikfreunde Geretshausen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass er viele Vorträge selbst arrangiert. Das gilt auch für einen Ausflug in die Klassik. Ein Blick in den Ablaufplan Dölzers verrät, dass er sich neben Walzermelodien von Strauß auch der Oper im Marschtempo widmen wird. „Musik, wie wir sie spielen, ist so nur von den Musikfreunden Geretshausen zu hören“, sagt Dölzer und hütet seine Arrangements wie einen Schatz.

    Mit ihren Auftritten unter der Leitung von Phlipp Dölzer zum Mosch-Jubiläum, auf dem Oktoberfest, der Jubiläums- und der Oidn Wiesn begründeten die Musikfreunde Geretshausen ihren guten Ruf. Aber Dölzer blickt auch in die Zukunft. „Ich möchte gerne zurück zu den Wurzeln der Geretshausener Blasmusik“, so Dölzer. In Geretshausen wird Blasmusik schon seit über 90 Jahren gepflegt, damals auch mit Streichern in einem Salonorchester. Chor und Streicher möchte Dölzer gerne mit seiner Blaskapelle verbinden und sich auch an kirchliche und geistliche Musik wagen, so seine Vision.

    Der heute 48-jährige Dölzer hat im Alter von zehn Jahren in seinem Heimatort Lengenfeld mit dem Musizieren angefangen. Später absolvierte er die Ausbildung zum staatlich anerkannten Musiklehrer und Dirigenten und rundete sein fachliches Portfolio mit einer zweijährigen Gesangsausbildung ab. Sein Berufsweg führte ihn über das Heeresmusikkorps in Garmisch-Partenkirchen und das Tanzorchester Kurt Bauer auch in verschiedene Oktoberfestkapellen mit Franz Feiner, Otto Schwarzfischer und Alfred „Bertl“ Bauer bis hin zur Klaus Ammann Big Band. Er hat bei Kurt Pascher und seinen Böhmerwälder Musikanten gespielt, war Mitglied der Neuen Egerländer mit Elmar Wolf sowie der Original Hochland Blasmusik.

    Bekannte Namen wie Johannes Heesters, Hugo Strasser oder Georg Ried kreuzten den Weg des Musikers, der ihn auch ins Fernsehen führte, wo er mit Marianne und Michael und in der Volkstümlichen Hitparade zu hören war.

    Rund 140 Tage pro Jahr ist Philipp Dölzer im In- und Ausland bei musikalischen Engagements – auch mit seinen Musikfreunden Geretshausen – unterwegs. Er lehrt an verschiedenen Musik- und Bläserschulen, unterrichtet den musikalischen Nachwuchs unter anderem auch an der Grund- und Mittelschule Weil und am Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg. Und er gibt sein Können auch an den eigenen Nachwuchs der Jugendkapelle der Musikfreunde Geretshausen weiter.

    Samstag und Sonntag, 28. und 29. November, jeweils um 20 Uhr im Landgasthof Probst in Weil. Kartenvorverkauf täglich ab 16 Uhr unter der Telefonnummer 08195/387.

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