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St. Ottilien

07.03.2020

Vier Jungs vom Ammersee erobern die Musikwelt

„A Story for Reflection“ sind (von links) Maxi Aldinger (Keyboard), Veit Kobler (Bass), Anton Engelmann (Schlagzeug) und Jakob Muehleisen (Gitarre/Gesang).
Bild: Thorsten Jordan

Plus Die junge Band „A Story for Reflection“ hat ihre erste EP herausgebracht. Über vier Jungs vom Ammersee und ihre Liebe zur Musik.

Gleich die Treppe runter, neben der Sporthalle des Gymnasiums St. Ottilien, treffen sich vier junge Männer, die gerade dabei sind, vom Ammersee aus die musikalische Welt zu erobern. Auftritte beim Sammerseefestival, Eröffnung des Snowdance (2019), erste Songs bei Bayern 3 und bei Puls, und jetzt ist die erste EP nach Veröffentlichung auf Platz neun der iTunes Indie-Platten-Charts geschossen. Es läuft gut für die Band mit dem Namen „A Story for Reflection“. Beim Besuch des LT erzählen sie, wie sie sich gefunden haben.

Jakob, Maxi, Veit und Anton, alle 19 Jahre alt, haben sich nicht gesucht und dennoch gefunden. Aus einer Zweier-Combo gleichen Namens ist vor mehr als einem Jahr die jetzige Band entstanden. Vier Jungs auf der gleichen musikalischen Wellenlänge, Indie-Pop-Rock, so beschreiben sie selbst ihre Musik. Eingängige Lieder mit Hit-Potenzial.

Melodisch, rockig und psychodelisch

Da ist Jakob Muehleisen, der Gitarrist, Sänger und Songschreiber der Band. Derjenige, der auch als Solokünstler unterwegs ist und der Einzige, der bislang ausschließlich von der Musik lebt. Mit neun Jahren, so erzählt er, hat er angefangen, Gitarre zu spielen. Hat schon früh „die ganzen alten Hasen“ gehört. Das verbindet übrigens alle Bandmitglieder: die frühe Prägung durch Bands, die Jugendliche heute eher nicht mehr hören, Beatles, Rolling Stones, Pink Floyd. Das Melodische, das Rockige, auch das Psychedelische sind Elemente, die in den Liedern von „A Story for Reflection“ wiederzufinden sind.

Vier Jungs vom Ammersee erobern die Musikwelt

Jakob Muehleisen erinnert sich noch gut, dass Lehrer ihm früher gesagt hätten, „von der Musik leben? Vergiss es! Das schaffst du niemals“. Diese Sätze hängen bis heute nach und Jakob hat sie in seinem aktuellen Song, „Mr. Fantasy“ verarbeitet. Fast alle Lieder – getextet ausschließlich auf Englisch – erzählen von eigenen Erfahrungen und „von Liebe und so“.

Bild: Thorsten Jordan

Jakob lebt heute, nach Stationen in Dießen und Herrsching, in Weßling. Während seiner Zeit auf dem Ammersee-Gymnasium (ASG) lernte er einen aus Niederbayern gerade neu zugezogenen Jungen kennen. Das war in der achten Klasse, mit 14. Es stellte sich heraus, dass Jakob schon seit einem Jahr Maxi Aldingers Youtube-Kanal folgte, wo dieser eigene kleine Filme postete. Die beiden entdeckten ihre gemeinsame Liebe zur Musik, taten sich zusammen und veröffentlichten 2015 ihren ersten Song. Vier Jahre haben die beiden zusammengespielt, erst unter dem Namen JAX, dann unter „A Story for Reflection“, eine Geschichte zum Nachdenken. Maxi ist für „alles mit Tasten“ zuständig, hat klassisch Klavier gelernt und steht in der Band am Synthesizer.

Er war der "übelste Red-Hot-Chili-Pepper-Fan"

Anton Engelmann zog mit 16 Jahren aus Bad Homburg nach Schondorf und besuchte das Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien. Er spielt seit dem elften Lebensjahr Schlagzeug und hörte „sehr, sehr, sehr viel Musik“. Er war „der übelste Red-Hot-Chili-Pepper-Fan überhaupt“, trug sein Statement auch auf dem T-Shirt, was Veit Kobler (auch St. Ottilien) veranlasste, ihn auf einer Party anzusprechen. Veit, geboren in Augsburg, aufgewachsen in Igling, lernte erst klassische Gitarre, bevor er zum Bass umschwenkte.

Als Jakob Muehleisen im August 2018 für „einen Gig in Utting“ einen Fotografen suchte, stieß er über Instagram auf Anton. Anton fotografierte und vergaß, die SD-Karte zu übergeben. Also musste er sich erneut mit Maxi und Jakob treffen. Anton hatte seine Drumsticks dabei, man war sich sympathisch und die bisherige zweier Band „A Story for Reflection“ dachte: „so mit Schlagzeug und Bass, das wäre schon ein fetter Sound.“ Anton brachte Veit mit, und schon war die neue Band mit altem Namen geboren.

Demnächst geht es auf Deutschland-Tour

Eine Single folgte auf die nächste. Ein Livekonzert auf das andere, und vor ein paar Tagen dann die Veröffentlichung der ersten EP „Caprino“. Der befreundete Kameramann Loris Gleixner drehte mit der Band ein paar coole Videos, und demnächst geht es auf Deutschland-Tour: Berlin, Kassel, Bonn, Regensburg und abschließend am 11. April „eine große Show“ im Münchner Folks Club. Das wird dann „unsere eigentliche Release-Party“, sagt Anton Engelmann.

Junge Nachwuchskünstler, aber auch Personen, die junge Künstler kennen, können sich gerne an das LT wenden. Wir werden über die Künstler berichten und für den Ellinor Holland Kunstpreis eine Vorauswahl treffen, denn hier wird heuer auch ein Nachwuchspreis vergeben. Wer mitmachen will, bitte eine E-Mail an redaktion@landsberger-tagblatt.de schicken. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter der Telefonnummer 08191/326-220.

Diese Künstler haben wir bereits vorgestellt:

Für Felix Kohlscheen aus Landsberg ist Musik die Nummer eins

Der Musiker Azan aus Kaufering stürmt die Hip-Hop-Szene

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