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Vortrag: Kinder brauchen Lob

Vortrag

Kinder brauchen Lob

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    Andrea Hopf referierte im Kindergarten Fuchstal.
    Andrea Hopf referierte im Kindergarten Fuchstal. Foto: Daniela Hollrotter

    Fuchstal „Nie nachgeben ist Sturheit – immer nachgeben ist Faulheit“, damit machte Andrea Hopf im katholischen Kindergarten Fuchstal deutlich, was Kinder brauchen: Klare Grenzen, aber auch Ausnahmen und Kompromisse. Vor mehr als 30 Eltern und Erzieherinnen gab die Sozialpädagogin und Familientherapeutin Tipps dazu, wie Grenzensetzen gelingt, und wie wichtig der Blick auf das Positive ist.

    „Kinder zwischen drei und sechs Jahren fühlen sich oft als Zentrum des Universums“, so Hopf. Sie sind Entdecker, Entwickler, Rebellen, kleine Narzissten, denken, sie können alles. Diese Aspekte und die Power der Kleinen gelte es unter „liebevoller Leitung“ zu bündeln und in sinnvollen Grenzen zu halten. Denn Grenzen böten zum einen Schutz, zum anderen erleichterten sie das Zusammenleben erheblich. So bekämen Kinder, die keine Grenzen kennen, in der Schule Probleme. Grenzen vermittelten auch Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit – gerade in der Familie.

    Doch während Eltern mit Grenzen von außen gut zurechtkommen, hätten sie mit selbst gesetzten Grenzen oft Schwierigkeiten. Hier spiele die eigene Kindheit eine Rolle, aber auch die Sehnsucht nach Harmonie oder die Angst vor Ablehnung durch das Kind. Wichtig sei, voll und ganz hinter den gesetzten Grenzen zu stehen, um sie konsequent durchsetzen zu können. Will man sich keinen kleinen Tyrannen ziehen, sollte Wettstreit unter Partnern vermieden werden.

    Konflikte in Ruhe miteinander klären

    Sind sich die Eltern mal nicht einig, müsse das in Ruhe und ohne Kind geklärt werden, so Hopf. Eltern sollten sich zudem fragen, ob sie über ihr Kind eigene unerfüllte Träume ausleben, statt das Kind auf seinem eigenen Weg zu begleiten. Anschaulich schilderte die Sozialpädagogin, wie Eskalationen durch rechtzeitiges Eingreifen vermieden werden können – gerade bei immer wiederkehrenden Problemen (Supermarkt). Sinnvoll seien ein gutes Zeitmanagement und feste Rituale, etwa beim Schlafengehen.

    Andrea Hopf forderte die Eltern dazu auf, bewusst Erfolge des Kindes zu loben. Müssen Grenzen durchgesetzt werden, sollte nur mit umsetzbaren Konsequenzen gedroht werden, die zu den Eltern passen. Liebesentzug und Vorwürfe seien tabu. Den Vortrag hatte der Elternbeirat des Kindergartens organisiert. (dh)

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