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Waldbegang: Im Versuchswald geht es auch ohne Gen

Waldbegang

Im Versuchswald geht es auch ohne Gen

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    Mit den Augen eines Forstbeamten zu sehen und für die Fällung geeignete Bäume zu erkennen lernten Stadträte und Bürgermeister Mathias Neuner beim Waldbegang in der Spergersleite.
    Mit den Augen eines Forstbeamten zu sehen und für die Fällung geeignete Bäume zu erkennen lernten Stadträte und Bürgermeister Mathias Neuner beim Waldbegang in der Spergersleite. Foto: Thorsten Jordan

    Beinahe so strahlend wie das Wetter präsentierte sich die Laune von Dr. Gerhard Gaudlitz beim Waldbegang des Stadtrats. Er stellte den Kommunalpolitikern, erstmals angeführt vom neuen Oberbürgermeister Mathias Neuner, eine stabile Bilanz des vergangenen Jahres vor, das geprägt war von weiter zunehmender Wertschätzung des Rohstoffes Holz.

    Rückblick: Im vergangenen Jahr berichtete Dr. Gaudlitz vom Klimawandel, der die nächsten zehn Jahre der städtischen Forstwirtschaft in Landsberg bestimmen werde.  Dabei befassen sich die städtischen Forstwirte bereits viel länger schon mit diesem weltweiten Phänomen der Erderwärmung und dessen Folgen. Seit 1991 stehen so im Landsberger Distrikt 4, der Spergersleite, auf einer Versuchsfläche verschiedene Bäume, Nachkommen von lange zuvor in staatlicher Regie gekreuzten Sorten der Weißtanne. Der Hintergrund: Mit diesem Projekt der traditionellen Pflanzenzüchtung, die gänzlich ohne Genmanipulationen auskommt, wird eine Tannensorte gesucht, die sich als klimatoleranter als die mittlerweile ungeliebten, weil untauglichen Fichten erweist. Dr. Gerhard Gaudlitz: „Eine Klimaerwärmung um bis zu drei Grad übersteht die Fichte nicht.“ Seit über 20 Jahren können sich die Bäume nun in aller Ruhe entwickeln, auf einer Fläche, die 1990 vom Orkan Wiebke „freigelegt“ worden war. Unter der Federführung des Amts für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (Teisendorf) werden nun die sechs unterschiedlichen Tannensorten auf Herz und Nieren untersucht und analysiert.

    Dass sich solche „Anstrengungen“ langfristig sicherlich bezahlt machen, hat nicht nur mit Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung zu tun, sondern schlägt sich auch aktuell in den Bilanzzahlen nieder. „Die Nachfrage an Holz ist ungebrochen hoch“, berichtet Gaudlitz, was dem städtischen Forst 2011 in der Holzproduktion einen Überschuss von nahezu 200000 Euro bescherte.

    Mehr dazu in der LT-Printausgabe.

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