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Beckenbodenschwäche und Frauenleiden: Ein Laser kann eine OP ersetzen

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Beckenbodenschwäche und andere Frauenleiden: Ein Laser könnte die OP ersetzen

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    Das Bild zeigt Dr. Anne-Sophie Fleckenstein bei einem Beratungsgespräch zum Thema Lasertherapie bei Belastungsinkontinenz.
    Das Bild zeigt Dr. Anne-Sophie Fleckenstein bei einem Beratungsgespräch zum Thema Lasertherapie bei Belastungsinkontinenz. Foto: Thorsten Jordan

    Es ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht, außer in der 18-Uhr-Werbung im Fernsehen. Denn da wird für eine Salbe geworben, die bei Scheidentrockenheit helfen soll. Doch ist das Thema wirklich so einfach? In Landsberg gibt es eine neue Lasertherapie, die dieses Thema behandelt. „Wir wollen die Lebensqualität von Frauen mit einer Lasertherapie steigern, die den Beckenboden stärkt und auch bei Belastungsinkontinenz hilft“, sagt Dr. Anne-Sophie Fleckenstein, die in der Frauenarztpraxis Stechele und Denkinger in Landsberg arbeitet. Wo man die Therapie anwendet?

    „Bei einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur durch Geburt, Alter oder Wechseljahre. Man strafft dadurch das Gewerbe in der Vaginalwand, in der Scheide und bei Hautveränderungen.“ In Deutschland sei viel passiert nach dem Erscheinen des Buchs „Women on Fire“ von Sheila de Liz. Das ist ein wichtiges Thema. Keiner muss mit diesen Beschwerden leben, so der Inhalt des Buchs. De Lizs schreibt im Buch, „dass die Therapie mit Östrogenen und dem Laser für sie unschlagbar ist.“ Das Thema treffe Frauen ab 35 Jahren und „keine Frau muss diese Beschwerden aushalten, man muss offen darüber reden“, so Fleckenstein. Ein Thema, das ihr sehr wichtig ist, denn im Moment ist diese Therapieform noch nicht so bekannt.

    „Ich habe Patienten, die können ein ganz neues Leben beginnen“

    Das LT entdeckt in einer Serie mit alternativen Heilmethoden wie IHHT immer wieder neue Randgebiete der Medizin, die versuchen, Menschen zu helfen. Der Laser ist eine medizinische Therapie und wird meist von den privaten Krankenkassen übernommen und hat laut Fleckenstein viele Vorteile. „Ich habe Patienten, die können ein ganz neues Leben beginnen und schreiben mir das auch. Meist braucht es drei Anwendungen.“ Durch den Laser wird die körpereigene Regeneration aktiviert und das alles hormonfrei. „Eine Alternative für Frauen, die etwa Brustkrebs hatten und keine hormonhaltigen Salben verwenden dürfen“, so die Ärztin. Ihr Chef Franz Stechele ist immer offen für alternative Heilmethoden und ist selbst überrascht, wie sehr diese Therapie angenommen wird.

    Bei der Behandlung wird die Lasersonde in die Vagina eingeführt.
    Bei der Behandlung wird die Lasersonde in die Vagina eingeführt. Foto: Thorsten Jordan

    Die Lasertherapie des Beckenbodens (vaginaler Laser) sei ein schmerzarmer, ambulanter Eingriff zur Straffung von Gewebe und Muskulatur, insbesondere bei Belastungsinkontinenz, Senkungsbeschwerden oder nach Geburten. Ein Applikator stimuliert durch Wärme die Kollagen-Neubildung, was die Elastizität verbessert. Die Therapie hat keine Ausfallzeiten. Drei bis fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen seien üblich. Laut Fleckenstein sind die Reaktion der Frauen sehr positiv. Sie bekommt viele Zuschriften. „Ich kann wieder durchschlafen, ohne mehrfach auf die Toilette zu müssen“, ist nur eine unter vielen. Denn auch bei Blasenproblemen kann der Laser helfen. Er tut nicht weh und hilft, neues Gewebe aufzubauen. „Es gibt keine Schmerzen.“

    Eine schnelle und minimalinvasive Behandlungsmethode

    Fleckenstein weiter: „Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden diese Beschwerden der Frau als Folge einer unvermeidlichen Alterung angesehen. Meist wurde nur in schweren Fällen bei Scheiden- oder Gebärmuttervorfall eine Behandlung durchgeführt.“ Die Lasertechnologie sei mittels des CO₂-Lasers die Einzige, bei der ein besonderer Strahl verwendet werde, der Wärme absorbiert und so die Haut nicht verletze. Die Behandlung sei minimalinvasiv, schnell, effizient und dauere 15 bis 20 Minuten. Es sei keine Vor- oder Nachsorge erforderlich, und die meisten Patienten hätten fast keine Beschwerden, nur ein leichtes Wärmegefühl. Das neue Gewebe schaffe auch ein ganz neues Hautgefühl und verbessere die trockene Haut. Auch zum Thema Sexualität bekommt die Ärztin viele Zuschriften, „auch hier gibt es viele positive Zuschriften“. „Die Frauen fühlen sich wohler.“

    Dr. Anne-Sophie Fleckenstein ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Sie ist Münchenerin, hat ihre Facharztausbildung dort gemacht, ist dann beruflich nach Frankfurt mit ihrem Mann gezogen und hat dann nach vielen Kinderwunschbehandlungen den Weg gefunden, nun auch die Frauen ganzheitlich zu betreuen. Vor vier Jahren ist sie mit ihrem Mann wieder nach Landsberg gezogen.

    Auch eine Kollegin war bei dem Gespräch anwesend. Sie heißt Dr. Friederike Meier von myGyn-Moosach aus München. „Sie hat bereits einen Kurs gemacht und möchte es auch beispielsweise unter anderem bei Inkontinenz ausprobieren.“ Sie möchte es auch in ihrer Praxis anbieten.

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