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Bürgerversammlung in Unterdießen: Neuigkeiten zum geplanten Dorfladen und eine Petition

Unterdießen

Neuigkeiten zum geplanten Dorfladen in Unterdießen und eine Petition

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    Otto Fischer (links) und Erhard Göhring (rechts) überreichten Bürgermeister Alexander Enthofer die gesammelten Unterschriften.
    Otto Fischer (links) und Erhard Göhring (rechts) überreichten Bürgermeister Alexander Enthofer die gesammelten Unterschriften. Foto: Christian Mühlhause

    Noch wird fleißig am Dorfgemeinschaftshaus in Unterdießen gewerkelt, doch das Ende des Großprojekts ist absehbar. In dem Zuge wird auch ein Dorfladen entstehen, zu dem der wiedergewählte Bürgermeister Alexander Enthofer Neuigkeiten bei der Bürgerversammlung verkündete. Er bat die Bürger zudem um Mithilfe beim Thema Rechtlerwald. Dem Rathauschef wurde zudem eine Petition überreicht, die mehr Verkehrssicherheit im Ort fordert.

    Bei der Petition geht es zum einen darum, den Weg zwischen dem Parkplatz beim Dorfgemeinschaftshaus und dem nicht weit entfernten Kindergarten sicherer zu machen. Otto Fischer, einer der Initiatoren, sagt dazu: „Wir starten jetzt den dritten Anlauf dazu. Die Unterschriften von 40 Prozent der Stimmberechtigten sollen der Gemeinde gegenüber dem Kreis als Argumentationshilfe dienen, dem die Straßen gehören.“

    Konkret werden Zebrastreifen über die Wiesbach- und die Schloßbergstraße gefordert sowie die Ausweitung von Tempo 30 bis zur Haltestelle des Schulbusses. „Viele Autofahrer geben Gas, sobald Tempo 30 nicht mehr gilt. Mit Blick auf die wartenden Schulkinder besteht eine Gefahrenstelle. Die Schulleiterin von Fuchstal und Unterdießens Kindergartenleiterin unterstützen die Forderung auch“, sagte Otto Fischer.

    Für Diskussionen sorgte der Verkehr auch an anderer Stelle. Eine Frau beklagte, dass am Ortseingang, von der B17 kommend, immer Autos zur Verkehrsberuhigung abgestellt werden. „Da wird eine Engstelle erzeugt, an der andere Autos anhalten müssen und die für Lkw beim Vorbeifahren sehr eng ist.“ Enthofer antwortete, dass er es auch als problematisch ansehe und das Thema auch aus der Ellighofer Straße bekannt sei. „Das Parken sei an der Stelle aber erlaubt und es bedürfe triftiger Gründe für ein Verbot. „Vielleicht geht es über das Thema Lkw.“ Eine andere Frau forderte, mit den Anwohnern zu reden. „Das Thema wurde von einem Herren an mich herangetragen, der sagte, es sei im Gespräch keine Einsicht da gewesen“, antwortete Enthofer.

    Er hatte zu Beginn der Versammlung einige Zahlen vorgestellt. So hatte Unterdießen Ende vergangenen Jahres 1546 Einwohner und verzeichnete 18 Geburten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 2025 mit 727.000 Euro und deutlich über denen der beiden Jahre zuvor. „Nach der Corona-Delle ging es wieder bergauf“, sagt Enthofer auf Nachfrage.

    Zur Finanzlage sagte er: Die Gemeinde könne ihre Projekte und Aufgaben „noch stemmen“. Er blickte aber mit Sorge auf den nicht genehmigten Haushalt des Landkreises. „Wenn die Kreisumlage noch weiter hochgeht, müssen wir vielleicht noch 50.000 oder 100.000 Euro mehr abgeben.“ Die Gemeinde habe laufende Kredite über 6,2 Millionen Euro, aber auch Rücklagen von 6,4 Millionen Euro. Ein Gast wollte wissen, warum dann Kredite aufgenommen worden. „Wir bekommen als Kommune Kredite zu besseren Konditionen. Durch die Zinsen auf unsere Rücklagen bekommen wir am Ende dabei etwas heraus“, antwortete der Bürgermeister.

    Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus sollen bis Ende des Jahres fertig sein

    Zwei Großprojekte sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dazu gehört das neue Feuerwehrhaus. Die Kameraden haben zudem ein neues Einsatzfahrzeug erhalten, auf dem die Mannschaft demnächst geschult werde und das dann zum Einsatz komme. Auch das Dorfgemeinschaftshaus samt Saal und Dorfladen soll dann fertig sein. „Beim Dorfladen haben wir die nötigen Einlagen jetzt beisammen. Wer mitmachen will, kann sich aber noch bei mir melden“, so Enthofer. Der Laden soll bereits im zweiten oder dritten Quartal dieses Jahres öffnen. Es werde noch eine Infoveranstaltung geben, bei der es darum gehe, wie der Laden im Inneren aussehen könnte. „Wir haben mit Harry Holste zudem jemanden gefunden, der den Laden führt“, freute sich der Rathauschef. Er sei der festen Überzeugung, dass der Dorfladen ein Gewinn für alle drei Ortsteile Unterdießens sei, merkte er noch an.

    Das Dorfgemeinschaftshaus in Unterdießen soll Ende des Jahres fertig sein.
    Das Dorfgemeinschaftshaus in Unterdießen soll Ende des Jahres fertig sein. Foto: Christian Mühlhause

    Für mehr Klarheit möchte die Gemeinde beim Thema Rechtlerwald sorgen. Teils sei nicht klar, wem einige Waldstücke gehörten. Wer dazu Unterlagen habe, möge diese der Gemeinde zur Verfügung stellen. Nennenswerte Gewinne habe der Teil des Waldes in den vergangenen Jahren nicht gebracht, so der Bürgermeister.

    Auf künftige Projekte ging Enthofer nur am Rande ein und verwies darauf, dass dies Sache des neuen Gemeinderats sei, der in einer Klausur besprechen werde, was und in welcher Reihenfolge angepackt werden soll in den kommenden Jahren. Kosten kämen aber wohl bei der Wasserversorgung auf die Gemeinde zu. Versorger ist der Zweckverband Obere Singoldgruppe. „Bei den Hochbehältern in Emmenhausen und Oberdießen besteht ein gewisser Sanierungsbedarf.“

    Themen bei der Versammlung waren auch die Hundemülltonnen, ein Spielplatz sowie das Mobil- und Glasfasernetz. Zudem gab es Ehrungen. Hierzu folgt noch ein Bericht.

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