Bei der diesjährigen Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle in Unterdießen drehten sich die Fragen der Gäste ums Mobilfunknetz, das Glasfasernetz für schnelles Internet sowie den Dorf- und den Spielplatz. Bürgermeister Alexander Enthofer beklagte zudem die Situation bei den Mülltonnen, die für Hundekot aufgestellt wurden und drohte mit Konsequenzen, trete keine Verbesserung ein.
Wenig erfreulich sei das Thema Mülltonnen für Hundekot, es gibt zehn im Gemeindegebiet, berichtete Alexander Enthofer. „Die sind ausschließlich für Hundekot gedacht. Leider wird da teils säckeweise der Müll von daheim, auch mit gebrauchten Windeln, hineingeworfen. Da bei der Entsorgung nach Gewicht abgerechnet wird, wird es so teuer. Hört das nicht auf, müssen wir die Hundesteuer raufsetzen.“ Schon jetzt zahle die Gemeinde hier 9000 Euro im Jahr. Ein Gast hakte nach, ob er den aufgesammelten Müll dort jetzt auch nicht mehr hineinwerfen dürfe. Das sei in Ordnung, es gehe um größere Mengen, so Enthofer.
Er bat auch mit Blick auf die Bushaltestelle bei der Grundschule um mehr Achtsamkeit und Sauberkeit. Der Rathauschef informierte zudem, dass es den Verwerter beim Triebwerklager nicht mehr gibt. „Da konnte man früher sein Schnittgut zum Häckseln hinbringen. Das wird dort immer noch einfach abgeladen.“ Dabei weise ein Schild am Eingangsbereich auch darauf hin, dass nur Mieter noch auf das Gelände fahren dürfen, so der Bürgermeister. Er gab zudem den Hinweis der Jäger auf die Brut- und Setzzeit der Wildtiere bis zum 1. Juli weiter. „Sie müssen mit den Hunden auf den Wegen bleiben und diese anleinen in der Zeit. Wir hoffen hier auf ein Miteinander.“
Bürgerfragen gab es zu den Themen Mobilfunk, Glasfasernetz, Spiel- und Dorfplatz. Eine Frau beklagte den nach wie vor schlechten Handyempfang im Gewerbering. Schon vor fast zwei Jahren hatte der Gemeinderat hierzu beschlossen, dass ein neuer Funkmast im Ort und im Bereich der B17 die Netzabdeckung verbessern soll. Voraussetzung war die Änderung des Bebauungsplans „Nordöstlicher Ortsrand Unterdießen Schafweide“. Die Umsetzung an der Gemeindegrenze zu Ellighofen lässt aber auf sich warten. Enthofer führte dazu aus: „Wir haben unseren Teil der Arbeit erledigt. Die zuständige Netzagentur kämpft aber noch mit der Deutschen Bahn.“
Glasfaserausbau startet spätestens kommendes Jahr in Unterdießen
Zum Stand beim Thema Glasfaser erkundigte sich ein anderer Gast. Laut Bürgermeister ist Unterdießen im Förderprogramm des Freistaates (Gigabit) und baut in Eigenregie aus. „Ob es heuer noch etwas wird, weiß ich nicht, 2027 aber auf jeden Fall“, sagte Enthofer zu. Wie es beim Spielplatz Am Öschle weitergehe, bei dem es vergangenes Jahr eine Spendenaktion gegeben habe, wollte ein weiterer Gast wissen. Damit werde sich der neue Gemeinderat befassen, so Enthofer. Angesprochen wurde auch der Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Dessen Neugestaltung falle in das Projekt Dorferneuerung. „Wenn hier etwas passiert, machen wir es öffentlich“, sicherte Enthofer zu.
Ausscheidende Gemeinderatsmitglieder und Waldreferenten werden ausgezeichnet
Bei der Versammlung gab es auch Ehrungen, teils in Abwesenheit. Sieben Gemeinderäte hören nach der jetzigen Periode auf. Ihnen dankte Enthofer ebenso wie den zwei Waldreferenten. Sowohl Josef Forstner als auch Christian Ried hätten die Aufgabe seit über 25 Jahren ausgeübt, berichtete der Bürgermeister.
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