Auch heuer sind im Bereich des Mühlbachs in Landsberg wieder Entenküken geschlüpft. Doch für die Jungtiere ist dieser kein geeigneter Lebensraum. Die Strömung ist zu stark, und es besteht die Gefahr, dass die Küken in die Turbinen gezogen werden können. Nachdem sie sich zuvor bei Anwohner Rainer Makowski auf der Terrasse stärken konnte, ist die Entenfamilie inzwischen umgesiedelt worden.
Makowski postete im April ein Video der Entenfamilie in der Facebook-Gruppe „Du kommst aus Landsberg, wenn …“. Die Ente und ihr Nachwuchs hatten demnach ihr vorübergehendes Zuhause in einem kleinen, bereitgestellten Pool gefunden, wie er dazu schrieb. In Abstimmung mit der Stadt sollten sie später fachgerecht umgesiedelt werden.
Die Entenfamilie vom Mühlbach wurde im Lech ausgewildert
Es war eine „spannende Zeit“ – und in der sei er gut beschäftigt gewesen, sagt Rainer Makowski. Er habe Heu für die Tiere herangeschafft, sie gefüttert und das Wasser mehrmals täglich ausgetauscht. Als die Küken dann größer waren und damit bessere Überlebenschancen hatten, wurden sie gemeinsam mit der Entenmutter in den Lech umgesiedelt. Begleitet wurde die Aktion durch die Tierökologin Dr. Sonja Kübler und den Tierökologen Dr. Knut Neubeck. Rainer Makowski hat die Entenfamilie seither auch noch einmal beobachten können.
Im Mühlbach brüten regelmäßig Enten. Immer wieder kam es vor, dass Küken durch die Strömung in die Turbinen der Lechwerke gerieten. Die Stadt hatte gemeinsam mit den Lechwerken sowie externen Fachleuten Schutzmaßnahmen beraten und umgesetzt. Dazu zählten unter anderem ein Schutzvorhang sowie eine zeitweise deutliche Reduzierung des Zuflusses zum Mühlbach. Trotz dieser Maßnahmen hat sich jedoch gezeigt, dass für Küken keine vollständig sichere Umgebung gewährleistet werden kann.
Daher wird nun auf Umsiedlungsmaßnahmen gesetzt, wobei Stadt und Lechwerke auf Unterstützung aus der Bevölkerung setzen: Wer einen Nestbau von Enten in der Nähe des Mühlbachs beobachtet, ist dazu aufgerufen, dies zu melden (per E-Mail an judith.moesl@landsberg.de).
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