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Die neue Kinder- und Jugendgarde des SC Egling startet im Fasching durch

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Die neue Kinder- und Jugendgarde des SC Egling startet im Fasching durch

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    Die Kinder- und Jugendgarde des SC Egling absolviert im derzeitigen Fasching ihre Premierensaison.
    Die Kinder- und Jugendgarde des SC Egling absolviert im derzeitigen Fasching ihre Premierensaison. Foto: SC Egling

    Wenn es um Faschingshochburgen in der Region geht, dann fallen einem unter anderem Untermühlhausen, Igling und Schmiechen sofort ein. Egling hingegen gehörte bislang bei den meisten wohl nicht dazu. Einige Faschingsbegeisterte wollten das ändern und starteten einen Aufruf, der auf fruchtbaren Boden fiel. Unsere Redaktion hat mit zwei Mädchen aus der neuen Kinder- und Jugendgarde und Trainerin Martina Obermeyer gesprochen. In den kommenden Wochen haben sie mehrere Auftritte.

    Ein Leben ohne fünfte Jahreszeit kann sich Martina Obermeyer nicht vorstellen: „Ich bin ein absoluter Faschingsmensch.“ Die großen Umzüge in der Region sind Pflichttermine für sie. Die 42-Jährige hat die vergangenen drei Jahre die Erwachsenen-Garde in Schmiechen trainiert und früher zehn Jahre eine Tanzgruppe beim SC Egling. Sie ist zudem Leiterin der Abteilung Gymnastik.

    Während eines Faschingsumzugs fiel die Entscheidung für eine eigene Garde

    Der entscheidende Impuls für eine Eglinger Garde erfolgte in Schwabmünchen. „Ich habe den Umzug, bei dem mehrere Gruppen mitgelaufen sind, mit Freunden verfolgt. Und da kam die Frage auf, ob eine Garde nicht auch etwas wäre, was wir in Egling auf die Beine stellen können.“ Mit der Idee ging sie zum Vorstand, der grünes Licht gab. Über das Internet bewarben sie das neue Angebot.

    Zum ersten Probetraining kamen 20 Kinder, aktuell sind es 23. Seit einem halben Jahr üben die 9- bis 13-Jährigen immer montags zwischen 17 und 18.30 Uhr in der örtlichen Sporthalle. Neben Martina Obermeyer leiten Sandra Kunze und deren 16-jährige Tochter Nina (Co-Trainerin) die Übungseinheiten. Ein Aha-Moment war dabei, als die Kostüme ankamen, erinnert sich Obermeyer. „Die funkelnden Augen, als wir die Kostüme ausgelegt haben, das war toll.“

    Auch Mädchen auch Scheuring machen bei der Garde in Egling mit

    Mit Spaß dabei ist unter anderem Liliana Albrecht. „Ich habe vorher Reiten und Bouldern gemacht. Von dem Angebot habe ich erfahren, weil meine Mutter eine der Trainerinnen kennt.“ Es sei zwar anstrengend, aber auch „so wie erhofft“, sagt sie. Das Tanzen mache ihr Spaß und sie könne Freundinnen hier treffen, die inzwischen auf andere Schulen gehen, sagt die Elfjährige.

    Die zwölfjährige Laura Deisenhofer bringt bereits tänzerische Erfahrung mit. Sie ist Teil einer Turniergruppe, die Hip-Hop tanzt. „Die schnellen Bewegungen mit den Armen und Beinen bei der Garde sind herausfordernd, es klappt aber insgesamt ganz gut.“ Auch sie schätzt, dass sie viele Mädchen schon länger kennt. Das Angebot hat sich auch in anderen Orten herumgesprochen. Zwei Scheuringerinnen machen beispielsweise mit und ein Mädchen kam zeitweise aus Schondorf. „Es erwies sich dann aber als zeitlich schwierig, es mit der Schule in Einklang zu bringen“, erinnert sich Obermeyer.

    Und was ist mit den Buben? „Gerade für die Hebefiguren könnten wir sie natürlich mit ihrer größeren Kraft gut gebrauchen. Ein Junge hat anfangs auch mitgemacht. Wegen blöder Kommentare von Mitschülern hat er aber nach drei Trainingseinheiten wieder aufgehört“, so die Trainerin. Zumindest einen anderen interessierten Jungen kenne sie aber.

    Geübt werden neben dem Showtanz und Hebefiguren auch der Gardemarsch. Was die Mädchen gelernt hatten, konnten sie erstmals beim Gardetreffen der Menkinger, dem Schwabmünchner Faschingsverein, zeigen. Auch in Egling traten sie vor 250 Zuschauerinnen und Zuschauern auf und bei der Paartalia in Aichach.

    „Ich war vor dem ersten Auftritt schon aufgeregt, aber ich denke, es ist ganz gut gelaufen“, blickt die elfjährige Liliana zufrieden zurück. Auch Obermeyer lobt den Nachwuchs: „Fürs erste Jahr ist das ganz positiv. Wir können aber sicher mit Blick auf die nächsten Jahre noch eine Schippe drauflegen.“ Wurde für diese Faschingssaison noch bis zu den ersten Auftritten eifrig geübt, soll das Programm in der kommenden Saison bis zum Auftakt am 11.11. stehen, wünscht sich die Trainerin.

    Die 42-Jährige kann sich aufgrund des Zuspruchs auch vorstellen, dass es bald zwei Garden in Egling gibt: eine für Kinder und eine für Jugendliche. Und die Erwachsenen? So mancher Papa habe, inspiriert vom Auftritt seiner Tochter, gesagt, dass ein Männerballett doch auch eine coole Sache wäre. Konkrete Planungen gibt es aber noch keine.

    Am Samstag ist die Garde beim Kinderfasching in Prittriching zu sehen, am Sonntag beim Kinderfasching in Untermühlhausen. Am 8. Februar geht es mit dem Kinderfasching in Egling weiter. Sie nehmen zudem an den Umzügen in Untermühlhausen, Igling, Mering und Schwabmünchen teil.

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