Am späten Sonntagnachmittag, dem Vortag von Lichtmess (2. Februar), hatte der freie Seelsorger Ludwig Streicher zu einer Andacht an der Crescentia-Kapelle in Dienhausen eingeladen. Die stimmige Winterlandschaft und das Wetter waren wie geschaffen für diesen Tag, der im Jahreslauf traditionell das Ende der Weihnachtszeit bedeutet. In Bayern war dieser Tag bis zum Jahre 1912 sogar gesetzlicher Feiertag und mit ehemals alten bäuerlichen Bräuchen und Wetterregeln lässt er das nahende Frühjahr erahnen. Im Kirchenjahr wird im Lukasevangelium an die Darstellung Jesu im Tempel erinnert, 40 Tage nach seiner Geburt, wobei er als „Licht der Welt“ dem Propheten Simeon begegnet und von ihm als Erlöser erkannt wird. Gerade in Krisenzeiten werde das Fest Mariä Lichtmess als Mahnung verstanden, die Hoffnung nicht zu verlieren, wie Streicher betonte, und er ermunterte zu Zusammenhalt und gegenseitigem Miteinander.
Dienhausen
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