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Ammersee: Suche nach mutmaßlich vermisster Person geht weiter

Dießen

Suche nach mutmaßlich vermisster Person am Ammersee eingestellt

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    Am späten Sonntagabend kommt es zu einem Großeinsatz von Rettungskräften im Süden des Ammersees, weil Zeugen gesehen haben wollen, wie eine um Hilfe rufende Person untergegangen sei.
    Am späten Sonntagabend kommt es zu einem Großeinsatz von Rettungskräften im Süden des Ammersees, weil Zeugen gesehen haben wollen, wie eine um Hilfe rufende Person untergegangen sei. Foto: Wasserwacht Utting

    In Dießen ist auch am Montag weiter nach einer Person gesucht worden, die möglicherweise am späten Sonntagabend im Ammersee untergegangen ist. Mehrere Zeugen berichteten am Sonntagabend, sie hätten Hilferufe vernommen, eine Person will auch gesehen haben, dass eine Person untergeht, heißt es von der Polizei. Die Informationslage dazu ist aber noch nicht gesichert, informiert der Einsatzleiter der Polizei Dießen. Der Großeinsatz mit Rettungskräften rund um den See begann um 21 Uhr. Neben Wasserschutzpolizei und Wasserwachten aus Dießen, Herrsching, Stegen, Utting, Eching, Seefeld, Dießen und Schondorf mit Tauchern und Unterwasserdrohnen waren auch Hubschrauber im Bereich des Strandhotels im Einsatz. 

    Person vermisst: Zweite Rettungsaktion ist parallel auf dem Ammersee nötig

    "Es gab zeitgleich noch einen anderen Fall, bei dem zwei Bootsfahrer Hilfe benötigten. Diese gaben an, ein- oder zweimal nach Hilfe gerufen zu haben. Hier liegt möglicherweise eine Überschneidung vor", so der Einsatzleiter. Die beiden Bootsfahrer konnten dank der Hilfe einer Privatperson sicher an Land gehen. 

    Die Suche am Ammersee erfolgt auch per Hubschrauber.
    Die Suche am Ammersee erfolgt auch per Hubschrauber. Foto: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

    "Ein Zeuge äußert, er habe unabhängig davon noch eine dritte Person gesehen. Letztlich geht es hier um einen sehr kleinen Bereich. Bislang haben die Taucher nichts gefunden. "Es ist daher tendenziell unwahrscheinlich, dass an der Stelle jemand ertrunken ist, aber die Suche geht weiter, bis es wegen der Dunkelheit nicht mehr möglich ist. Gegebenenfalls wird die Suche morgen fortgesetzt", hieß es vonseiten der Einsatzkräfte am Sonntagabend. 

    Eine Vermisstenmeldung ist bislang nicht eingegangen

    Am Montagnachmittag (26. Juli) gibt es weder Entwarnung noch ein Ergebnis zur Suchaktion. Vielmehr wird, so die Dießener Polizei, unter anderem mit Tauchern der Bereitschaftspolizei weitergesucht. Wie lange diese Suche andauern wird, sei noch unklar, heißt es am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Polizeiinspektion in Dießen. 

    Eine Vermisstenmeldung war auch am Montagnachmittag noch nicht eingegangen und eventuell zurückgelassenen Gegenstände oder Kleidungsstücke wurden bislang ebenfalls nicht gefunden. Dennoch seien die Aussagen der Zeugen dringlicher Hinweis genug, weiterzusuchen. 

    Am Montagabend vermeldete die Dießener Polizei, dass die Suchmaßnahmen vorerst eingestellt wurden, da es außer den Zeugenaussagen keine Hinweise gebe, das tatsächlich eine zweite Person in Not geraten war. Wer weiterführende Hinweise geben kann, möge sich an die Polizei in Dießen unter der Telefonnummer 08807/92110 wenden. 

    Im vergangenen August war eine 16-Jährige aus Buchloe im Ammersee ertrunken. Sie war in Eching von einem Board für Stand-up-Paddling (SUP) etwa 300 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser gefallen war (LT berichtete). Sie konnte nicht schwimmen. Ihre 15-jährige Schwester musste alles hautnah mitansehen und ihre Familie von der Ferne. Die 15-Jährige habe wohl noch versucht, ihre ältere Schwester über Wasser zu halten, doch sie habe selbst kaum an der Wasseroberfläche bleiben können, hieß es damals. Beide hätten das SUP-Board vermutlich nicht mehr zu fassen bekommen. Keines der Mädchen hatte wohl eine Schwimmweste an. Zwei Tage nach dem Unglück wurde die Leiche des Mädchens gefunden und es herrschte traurige Gewissheit.

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