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Ehrenamt: Klima- und Energielotsen aus Finning als Vorbild für ländliche Regionen

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Innovatives Ehrenamt: Klima- und Energielotsen aus Finning werden ausgezeichnet

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    Jürgen Scharl (Mitte) übergab im Rahmen der Preisverleihung in der Münchener Residenz einen 1000-Euro-Spendenscheck an den gewählten Finninger Bürgermeister Christoph Heumos. Mit dabei waren auch der Landtragsabgeordnete Alex Dorow (Zweiter von links), Landratsstellvertreter Markus Wasserle (Fünfter von links) und Sozialministerin Ulrike Scharf (rechts).
    Jürgen Scharl (Mitte) übergab im Rahmen der Preisverleihung in der Münchener Residenz einen 1000-Euro-Spendenscheck an den gewählten Finninger Bürgermeister Christoph Heumos. Mit dabei waren auch der Landtragsabgeordnete Alex Dorow (Zweiter von links), Landratsstellvertreter Markus Wasserle (Fünfter von links) und Sozialministerin Ulrike Scharf (rechts). Foto: StMAS/Nötel/Schäffler

    Die „Ehrenamtlichen Klima- und Energielotsen für den ländlichen Raum“ von Jürgen Scharl aus Finning sind mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt ausgezeichnet worden. Unter dem Motto „Ehrenamt in Bayern – Gemeinsam stark für morgen“ hatte das Sozialministerium zum sechsten Mal den Innovationspreis Ehrenamt für Personen, Initiativen und Organisationen mit neuen Projekten und Ideen rund ums Ehrenamt ausgeschrieben. Insgesamt gingen über 470 Bewerbungen ein. Sechs Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro in der Kategorie „Innovative Projekte“. In der Kategorie „Neue Ideen“ können sich fünf Preisträgerinnen und Preisträger über je 3000 Euro freuen, meldet das Ministerium.

    Zur zweiten Kategorie gehört das in Finning geplante Projekt von Jürgen Scharl, das Ehrenamtliche zu lokal verankerten Klima‑ und Energielotsen qualifizieren will, die praxisnahes, unabhängiges Wissen niedrigschwellig in die Dorfgemeinschaft tragen.

    Die Klimalotsen wollen bei Hausbesuchen Wissen vermitteln

    Geplant sind kompakte, zertifizierte Qualifizierungsmodule als Grundlage für einen Hausbesuchsdienst. Außerdem soll ein kommunales Netz entstehen, das fachliche Informationen kontinuierlich aktualisieren soll. Die ehrenamtlichen Lotsen sollen als Multiplikatoren zwischen Bürgerschaft, Gemeinde und regionaler Energieagentur fungieren, um Förderwege zu vermitteln, einfache Energiesparchecks durchzuführen und Pilotmaßnahmen zu initiieren. Nach einer Pilotphase mit ersten Dorfsprechstunden, Hausbesuchen und Informationsveranstaltungen wollen die Initiatoren ihre Erfahrungen zusammenführen und anderen Gemeinden zur Verfügung stellen.

    Das Modell sei von Anfang an so konzipiert, dass es im ländlichen Raum von Kommunen organisiert und umgesetzt werden kann. Gerade in den ländlichen Regionen, wo es oft schwer sei, Berater zu finden, könne diese Idee viel bewegen, so die Überlegung.

    1000 Euro werden an die Gemeinde Finning gespendet

    „Die Idee der ‚ehrenamtlichen Klima‑ und Energielotsinnen für den ländlichen Raum‘ ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Ehrenamt einen lokalen Mehrwert schafft: hier zum Nutzen von Klima, Haushalten und lokaler Resilienz. Diese Idee hat großes Potenzial und ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten dadurch zusätzlich einen wertvollen Beitrag leisten können, um den Zusammenhalt auf dem Land zu fördern“, lobte Sozialministerin Ulrike Scharf bei der Preisverleihung in der Münchener Residenz.

    Jürgen Scharl überreichte bei der Preisverleihung stellvertretend für sein Team einen Scheck über 1000 Euro an die Gemeinde Finning an den ab 1. Mai tätigen Bürgermeister Christoph Heumos. Mit der Spende soll ehrenamtliches Engagement in Finning gefördert werden. (AZ)

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