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Einst unter den Vorreitern: Die VR-Bürger-Energie Landsberg feiert ihr 15-jähriges Bestehen

Landkreis Landsberg

Einst unter den Vorreitern: Die VR-Bürger-Energie feiert ihr 15-jähriges Bestehen

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    Die VR-Bürger-Energie Landsberg feierte ihr 15-jähriges Bestehen. Das Bild zeigt (von links) Josef Spicker (Aufsichtsratsvorsitzender), Stefan Jörg (Vorstandsvorsitzender), Festredner Dr. Manfred Gößl und Albert Rösch (Vorstandsmitglied).
    Die VR-Bürger-Energie Landsberg feierte ihr 15-jähriges Bestehen. Das Bild zeigt (von links) Josef Spicker (Aufsichtsratsvorsitzender), Stefan Jörg (Vorstandsvorsitzender), Festredner Dr. Manfred Gößl und Albert Rösch (Vorstandsmitglied). Foto: Christian Rudnik

    Bei ihrer Generalversammlung konnte die VR-Bürger-Energie neben einem erfolgreichen Geschäftsjahr auch ihr 15-jähriges Bestehen feiern. Bevor Festredner Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, im Sitzungssaal des Landratsamts ans Rednerpult trat, blickte Vorstandsmitglied Albert Rösch auf die Entwicklung der Energiegenossenschaft zurück.

    Als sie 2011 von zehn Personen gegründet wurde, gehörte die VR-Bürger-Energie laut einer Pressemitteilung zu den Vorreitern. Inzwischen hat das Modell Schule gemacht als Teil der Energiewende, die sich in dieser Zeit vom ambitionierten Ziel zur gesellschaftlichen Notwendigkeit entwickelt hat, wie Rösch betonte. „Der Klimawandel ist längst Realität. Und die geopolitische Lage führt uns erneut unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vor Augen.“ Umso wichtiger sei eine dezentrale, bürgernahe Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen.

    Festredner Manfred Gößl: Die Energiewende ist alternativlos

    Festredner Gößl betonte die Alternativlosigkeit der Energiewende. Gleichzeitig sei sie „das komplexeste Projekt, das sich diese Gesellschaft jemals vorgenommen hat“ – und deshalb nicht kurzfristig zu realisieren, schon allein wegen des notwendigen Umbaus der Verteilnetze. Was er in der öffentlichen Diskussion vermisse, sei ein nüchterner Blick auf die Fakten und ein sachliches Abwägen von Vor- und Nachteilen, Kosten und Risiken verschiedener Energieträger.

    Von der Politik forderte Gößl mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft. Regionale Energiegenossenschaften wie die VR-Bürger-Energie waren nach seinen Worten schon im frühen 20. Jahrhundert Vorreiter. Damals bauten Bürger und Betriebe zur Stromversorgung in ländlichen Regionen gemeinsam Wasserkraftwerke und verlegten sogar die Stromleitungen selbst. Heute gibt es dem IHK-Hauptgeschäftsführer zufolge bayernweit rund 400 eingetragene Energiegenossenschaften.

    In Reichling und Luderhausen werden PV-Anlagen in Betrieb genommen

    Die VR-Bürger-Energie hat im vergangenen Jahr ihre Kapazitäten ausgebaut. In Reichling und Ludenhausen wurden zwei PV-Anlagen im selbst entwickelten Pachtmodell samt Speichern in Betrieb genommen. Eine weitere Anlage entsteht auf dem Dach einer neuen Kindertagesstätte in Schondorf.

    Der Jahresabschluss 2025 weist einen Bilanzgewinn von knapp 170.000 Euro aus. Die 315 Mitglieder erhalten auf ihre Einlagen eine Dividende von vier Prozent. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Stefan Jörg stehen hinter dem Erfolg viele Mitarbeiter, die sich neben ihren Aufgaben im Bankalltag ehrenamtlich um die Energiegenossenschaft kümmern. Von den anwesenden 80 Mitgliedern wurden der Jahresabschluss und die vorgeschlagene Verwendung des Überschusses einstimmig genehmigt. (AZ)

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