Viel zu tun gab es schon immer bei der Fischzucht Birnbaum in Epfenhausen und das besonders vor "fischintensiven" Tagen wie Karfreitag oder Silvester. Seit Lea Birnbaum, die als Fischwirtin und in Kürze Fischwirtschaftsmeisterin den Fortbestand des Familienbetriebs sichert, in der beliebten BR-Serie "Landfrauenküche" ein Menü auftischte, das spitzenmäßig bewertet wurde, ist der Bekanntheitsgrad gestiegen und entsprechend die Beschäftigung mit Teichen und Fischen noch mehr geworden. 16 Stunden tägliche Arbeitszeit sind keine Seltenheit. Zeit für ein Gespräch mit unserer Redaktion findet die 24-Jährige trotzdem – beim Spaziergang mit dem Hund. Aktueller Anlass dafür ist die Sendung "Silvestergrillen mit Lucki, Adnan und den Landfrauen", mit dem der BRam Freitag, 30. Dezember, zwischen 19 und 20 Uhr "Servus 2022!" sagt.
Drei der Frauen aus der diesjährigen Ausgabe der Sendung "Landfrauenküche" sind dabei, eine davon ist Lea Birnbaum. Sie stand also erneut vor der Kamera, was sie schon beim ersten Mal gern gemacht habe. "Ich hatte keine Probleme, weil ich ja ganz einfach nur ich, Lea Birnbaum sein durfte." In eine Rolle zu schlüpfen und zu schauspielern wäre nichts für sie gewesen, erklärt die junge Frau. Kurze Aufregung habe es nur vor dem ersten Treff mit den anderen sechs Landfrauen gegeben. "Wir haben uns aber alle sofort gut verstanden." So gut, dass es bereits ein erstes Treffen mit allen Frauen und deren Familien gab und eine zweite Zusammenkunft im Januar bereits terminiert ist.
Sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen, war nicht besonders, gewöhnungsbedürftig sei die eigene Stimme gewesen, die sich so ganz anders, fast ein wenig komisch angehört habe. Mit dem Schnitt war Lea Birnbaum sehr zufrieden. "Die Fachleute beim BRhaben darauf geachtet, dass die Persönlichkeit von jeder der Frauen erhalten bleibt beziehungsweise zur Geltung kommt." Das Ganze sei eine schöne Erfahrung gewesen und habe Spaß gemacht. Gebe es eine Nachfrage für einen weiteren Dreh wie dem für das Silvestermenü, dann werde sie abwägen und sei, wenn Zeit ist, gern erneut dabei. "Aktiv bewerben werde ich mich jedoch nicht." Das sei auch bei der Landfrauenküche bereits so gewesen. Über ihr dort aufgetischtes Menü sagt Lea Birnbaum "das Tatar und die gegrillte Seeforelle machen wir öfter in der Familie. Für die Nachspeise, bei der die gerade reifen Erdbeeren zum Einsatz kommen sollten, haben wir ein wenig getüftelt und ausprobiert, was dazu passen könnte".
Zum Staffelabschluss lädt Starkoch Lucki Maurer ein
Dass Lucki Maurer, der traditionell zum Staffelabschluss einlädt und die Siegerspeisen auf seine Art nachkocht, ihre Nachspeise anders interpretierte, fand Lea richtig – "weil er dafür die Früchte verwendete, die auf seinem Anwesen gerade reif waren und ihm zur Verfügung standen". Sie selbst probiere ebenfalls gerne Neues aus, ändere Rezepte nach ihren Vorstellungen ab, koche im Kleinen oder für Gäste gemeinsam mit Freund Lukas, der die Pandemie zur Umschulung nutzte und bei Birnbaums "vor Ort" die Ausbildung zum Fischwirt durchlief. Auch finde bereits ein reger Tauschhandel mit den Landfrauen statt, die ab Hof vermarkten. So gebe es beispielsweise im Hofladen der Birnbaums in Epfenhausen bereits den Dinkel-Emmer-Reis von Susanne Fischer aus Niederbayern. "Den konnte ich mir gleich sehr gut zu Fisch vorstellen."
Über die Sendung im BRam Freitag, 30. September, zwischen 19 und 20 Uhr sagt Lea Birnbaum, sie habe ein wenig schade gefunden, dass nicht alle Landfrauen der 14. Staffel dabei waren. Neben ihr seien das Susanne Fischer aus Niederbayern und Shekinah Fuchs von der Oberpfalz. Aufgezeichnet wurde im Stall von Spitzenkoch und Landwirt Lucki Maurer. Der von Grillsendungen bekannte Schauspieler Adnan Maral und Köchin Ivana Ströde werden an den Grills stehen. "Wir Landfrauen präsentieren unsere Produkte beziehungsweise deren fachmännische Behandlung und Zubereitung." Sie werde zeigen, wie ein Karpfen fachgerecht zerlegt wird, Shekinach Fuchs erkläre dasselbe bei einem Hähnchen. "Und Susanne wird noch einmal ihre siegreiche Vorspeise Urkornschubser zubereiten."