Alljährlich kürt der bayerische Gärtnerei-Verband eine Pflanze des Jahres. Heuer fällt diese besonders farbenfroh aus. Das Zauberglöckchen „Feenstaub“ ist pink-rosa gemustert und sorgt für Wirbel auf der Terrasse. Am Tag der offenen Gärtnerei steht sie auch im Landkreis Landsberg im Mittelpunkt.
Der Tag der offenen Gärtnerei am kommenden Wochenende ist eine Leistungsschau der regionalen Gärtnereien. Punktgenau stehen Beet-, Balkon- und Terrassenpflanzen in Reih und Glied, sind Kräuter und Gemüsepflanzen bereit für die Beete und weil das allein nicht reicht, lassen sich die Gärtnereibetriebe noch besondere Aktionen einfallen. Allen Wetterkapriolen zum Trotz blüht es und duftet bereits, ob im Gewächshaus oder in den Freilandbereichen. Und auch die Pflanze des Jahres 2026, Feenstaub, ist bereits eingetroffen – wenn auch noch klein und eher zaghaft blühend und oftmals auch nicht in der georderten Menge, wie einige Betriebe bedauern.
Das Zauberglöckchen benötigt mindestens einen halben Tag Sonne
Wer das pinkfarbene Zauberglöckchen ergattern will, sollte sich also beeilen. Josef Streicher von der Gärtnerei Streicher in Utting findet lobende Worte: „Es ist ein unermüdlicher Dauerblüher bis in den Herbst hinein. Durch den buschigen und überhängenden Wuchs kommt es am besten in einem Blumentopf oder einer Blumenampel zur Geltung.“ Die kleinblütige, robuste Petunienart gibt es übrigens auch noch in vielen anderen Farben. Sie verträgt etwas Regen, erwischt sie zu viel, erholt sie sich schnell davon. Aber ein paar Ansprüche stellt sie schon: mindestens einen halben Tag Sonne und auf keinen Fall Frost. Für eine reiche Blüte ist regelmäßiges Düngen notwendig. Dazu können entweder Langzeit- oder Flüssigdünger verwendet werden, so Josef Streicher. Eine einfach zu pflegende Pflanze also, die fröhliche Stimmung auf die Terrasse oder den Balkon zaubert, besonders bei kleinen Prinzessinnen.
Bei Streicher in Utting findet der Tag der offenen Gärtnerei am 24. und 25. April statt. Am Freitag gibt es den Vortrag „Nur auf gesundem Boden wachsen gesunde Pflanzen“ von Erwin Posch von der Firma Oscorna. Zu den gleichen Terminen hat auch die Gärtnerei Dumbsky in Hechenwang geöffnet und lädt gleichzeitig auch zum Wildstaudentag ein. Wildstauden sind Magnete für heimische Insekten. Die Stauden werden bei Dumbsky in torffreier Erde aus Saatgut kultiviert, das Sortiment umfasst inzwischen rund 50 Arten. Es werde stark nachgefragt, so Monika Dumbsky. Neben den „Heimatstauden“ wächst auch ein Sortiment an „Heimatsträuchern“ heran.
In Hechenwang werden Führungen durch den Insektengarten angeboten
Speziell zum Tag der offenen Gärtnerei wird ein Pflanzenpaket angeboten, und es gibt Führungen durch den Insektengarten, verrät Monika Dumbsky. Dieser wird momentan erweitert, und es ist erstaunlich, was auf mageren Böden, verwendet werden Sand und Schotter, alles wächst. Auch ein begrüntes Haus in einem Hügel, das an die Hobbits erinnert, entsteht. Am 25. April hält Naturgarten-Planerin Annette Berger um 14 Uhr einen Vortrag über Wildstauden.
Scherdis Blumenwelt in Landsberg hat von Freitag bis Sonntag geöffnet und bietet kostenlose Pflanzaktionen an. Auch die Gärtnerei Scherdi in Hofstetten ist von 24. bis 26. April mit dabei und auch Geier‘s Gartenwelt in Weil. Dort wartet ein großes Programm auf die Besucher und Besucherinnen: Die Feuerwehr Weil bewirtet im Gartenpark Flora, Pony- und Kamelreiten, Hüpfburg und ein spezielles Programm wurde eigens für die kleinen Gäste auf die Beine gestellt. Zudem gibt es eine Rasenberatung – und natürlich Pflanzen für Balkon und Garten in Hülle und Fülle, kombiniert mit Wohnaccessoires.
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