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Finning: Feuerwehr, Burschenverein und Schützen laden zum Festwochenende

Finning

Fest in Finning: Drei Vereine, eine Heimat

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    Unter der Federführung eines gemeinsamen Festausschusses, dem (von links) Manfred Mayr, Joachim Frieb, Thomas Metzger, Lara Frieb, Daniel Sedlmayr, Stefan Mayr, Markus Schlögl und Arnd Rochell angehören, bereiten drei Finninger Vereine ein Jubiläumswochenende vor. Nicht auf dem Foto ist das neunte Festausschussmitglied Ulrich Frieb.
    Unter der Federführung eines gemeinsamen Festausschusses, dem (von links) Manfred Mayr, Joachim Frieb, Thomas Metzger, Lara Frieb, Daniel Sedlmayr, Stefan Mayr, Markus Schlögl und Arnd Rochell angehören, bereiten drei Finninger Vereine ein Jubiläumswochenende vor. Nicht auf dem Foto ist das neunte Festausschussmitglied Ulrich Frieb. Foto: Markus Schlögl

    Der Slogan „Drei Vereine – eine Heimat“ soll sich wie ein roter Faden durch das Festwochenende ziehen, das drei Finninger Vereine für den 13. und 14. Juni planen: Anlass dafür sind 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Finning, 120 Jahre Burschenverein Einigkeit Unterfinning und 50 Jahre Fahnenweihe Schützenverein Windachtal Finning. Alle helfen tatkräftig mit, dieses Wochenende zu organisieren. Schon jetzt ist überall in Finning das hellblaue Logo mit den Wappen der drei Vereine zu sehen, auf Bierdeckeln, Flyern und Briefpapier. Auch auf ihren Instagram-Kanälen werben die drei Vereine für das Jubiläum – mit Fotos, Videos und Interviews zur Geschichte der Vereine.

    Der Festausschuss besteht aus jeweils drei Personen aus jedem Verein: Markus Schlögl wurde zum Vorsitzenden des Festausschusses bestimmt. Im Gespräch mit unserer Redaktion erinnert er mit Larissa Lechner, die sich um Festschrift, Werbung und Social Media kümmert, an einige markante Punkte in der Geschichte der Vereine.

    Die Fusion war die Voraussetzung für ein neues Feuerwehrauto

    Wie die meisten Freiwilligen Feuerwehren wurde auch die Finninger Wehr vor rund 150 Jahren gegründet – 1875 in Oberfinning und 1876 in Unterfinning. Als 1991 ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 16/12 beantragt wurde, machte der damalige Bürgermeister Josef Degle die Zusammenlegung der beiden Wehren zur Voraussetzung für die Anschaffung. „Das wurde dann auch so umgesetzt“, so Markus Schlögl. Nachdem die Feuerwehr fortan zentral in Oberfinning untergebracht war, folgte 2009 der nächste Schritt. Seit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses und Schützenheims am Gemeindezentrum sind beide Vereine unter einem Dach vereint.

    „1929 ist der Schützenverein Windachtal Unterfinning gegründet worden, 1975 folgte die Änderung der Satzung und die Umbenennung in ‚Schützenverein Windachtal‘“, erklärt Markus Schlögl. 1976 wurde die neue Fahne geweiht. „1976 war übrigens auch das Jahr, in dem mit Maria Löbhard erstmals eine Dame Schützenkönigin wurde“, berichtet Larissa Lechner.

    Die historischen Fahnen haben eine große Bedeutung für die Vereine in Finning

    1906 wurde auf Initiative des damaligen Pfarrers Karl Emerich der Burschenverein Einigkeit Unterfinning gegründet, um kranke und bedürftige Dorfbewohner zu unterstützen. Auch heute steht der Verein für die Dorfgemeinschaft ein – Willibaldsfest, Christkindlmarkt, Osterfeuer, Weinfest und viele weitere Aktivitäten gehen vom Burschenverein aus, der sich 2005 auch für Frauen geöffnet hat. Dafür habe man eigens ein Madl-Band für die Fahne erstellen lassen und die Satzung geändert. „Wir haben auch überlegt, den Verein umzubenennen, in Burschen- und Madlverein, jedoch wurde uns von den Vertretern der Firmen, die unsere Fahne restaurierten, abgeraten, den alten Vereinsnamen aufzugeben. Denn dann hätten wir auch die Fahne komplett neu machen müssen“, so Markus Schlögl. Das sei dann der entscheidende Punkt gewesen, denn die Fahne wollte man unbedingt erhalten, habe sie doch die Verwüstungen am Kriegsende durch die Franzosen überlebt. Schlögl erinnert an Georg Sedlmayr, der die Fahnen im Doppelboden seines Speichers versteckt hatte. Obwohl zwölf französische Soldaten im Haus einquartiert waren und die Fahnen dann doch entdeckt wurden, konnte Sedlmayr durch geschickte Argumentation die Burschen- und die Veteranenfahne retten. Anastasia Sedlmayr brachte die wertvolle Schützenkette vor der französischen Besatzungsmacht in Sicherheit.

    Der neue Bürgermeister Christoph Heumos organisiert den bairischen Mehrkampf am Samstagabend. Man habe ihn noch vor der Wahl dazu verpflichtet, sagen Lechner und Schlögl schmunzelnd. Hilfe bekommt Heumos von Simon Wegele, wenn es darum geht, sich Aufgaben für die Teilnehmer auszudenken: Wettsägen, Bierkastenstapeln, ein Maßkrug-Parcours und weiteres ist in der Diskussion. Die Anmeldung zum Mehrkampf ist bis eine Woche vor dem Fest möglich unter www.finning2026.de.

    Am Sonntag gibt es eine Vereinsrallye zwischen Sport- und Tennisplatz, organisiert von Arnd Rochell. Dabei stellen sich Vereine und Organisationen des Dorfes vor und an den verschiedenen Stationen kann ein Rätsel gelöst werden. Ferner gibt es eine Fahrzeugschau der Feuerwehr. Die Modellbaufreunde Rott wollen in der Fahrzeughalle mit ferngesteuerten Fahrzeugen begeistern. Gefeiert wird in oder vor der gemeindlichen Mehrzweckhalle. (AZ)

    Das Finninger Festprogramm

    Samstag, 13. Juni: 18 Uhr bairischer Mehrkampf mit der Hühnerbach-Musi;
    21 Uhr Siegerehrung;
    22 Uhr Stimmungs- und Partyabend mit den Stoasberger Lumpen.

    Sonntag, 14. Juni: 8 Uhr Weißwurstfrühstück mit der Blaskapelle Entraching;
    9.30 Uhr Kirchenzug mit Fahnenabordnungen;
    10 Uhr Gottesdienst am Haus der Begegnung in Unterfinning;
    11 Uhr Festzug zum Gemeindezentrum;
    12 Uhr Mittagessen;
    13 Uhr Festnachmittag mit Fahrzeugschau, Vorführungen und Attraktionen, Kaffee- und Kuchen und Weißbierwagen.

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