Um einen Stadel beim neuen Feuerwehrhaus in Geltendorf zu bauen, hat der Gemeinderat jetzt einen weiteren Schritt unternommen. Die Änderung des dortigen Bebauungsplans wurde gebilligt, die Unterlagen werden nun ausgelegt. Wenn alles ganz glatt verlaufe, sagte Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) in der jüngsten Sitzung, so könne „frühestens Ende Juli“ mit Baurecht gerechnet werden. „Baubeginn wäre dann im August.“ Alle Fragen sind aber noch nicht geklärt.
Das betrifft zum Beispiel die genaue Finanzierung des Gebäudes, erklärt Sedlmayr. Der Stadel des Feuerwehrvereins Geltendorf befindet sich derzeit (noch) auf Kaltenberger Flur. Dort hatte der Verein von der Gemeinde ein Grundstück zur Verfügung gestellt bekommen, auf dem vor mehr als 20 Jahren der Stadel errichtet wurde. Als das neue Feuerwehrhaus stand, keimte die Meinung, dass der Stadel ebenfalls auf dem Grundstück an der Türkenfelder Straße platziert werden sollte. Vor etwas mehr als einem Jahr schuf der Gemeinderat für Umzug und Neubau, die finanziellen Voraussetzungen (LT berichtete). Den derzeitigen Stadel kauft die Gemeinde.
Der Wert des alten Stadels ist jetzt deutlich höher als zunächst geschätzt
Über dessen Wert war sich der Gemeinderat in der Sitzung vom März 2021 im Unklaren. Die Verwaltung war seinerzeit von 80.000 Euro ausgegangen, Gemeinderat Josef Weiß (CSU) hatte dementgegen eine Rechnung vorgelegt, wonach das Gebäude 120.000 Euro wert ist. Die Verwaltung ließ daraufhin von einem unabhängigen Fachmann ein neues Wertgutachten erstellen. Wie der Bürgermeister berichtet, kam dieser auf 113.000 Euro. Welche Zahl für den Wert des Gebäudes der Gemeinderat jetzt übernimmt, ist laut Sedlmayr „noch nicht endgültig festgelegt“. Es gebe jedoch bereits gesicherte Zahlen. „Die Gemeinde trägt die Kosten für die Aufstellung des Bebauungsplans sowie für die baunotwendige Abstützung des Grundstücks im hinteren Bereich. Der Feuerwehrverein hat je nach Baukosten bis zu 15.000 Euro zu tragen.“
Die Gesamt-Baukosten von rund 170.000 Euro, mit denen der Verein vor einem Jahr gerechnet hatte werden, so ist die allgemeine Befürchtung, werde aufgrund der augenblicklichen Lage mit Lieferengpässen und Ähnlichem wohl nicht zu halten sein.