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Ilse Aigner übernimmt Schirmherrschaft über die BayernHistoryApp

Landkreis Landsberg

Ilse Aigner übernimmt Schirmherrschaft über die Bayern-History-App

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    Das Bild zeigt Wolfgang Hauck mit Ilse Aigner in Nürnberg. Die Landtagspräsidentin ist Schirmherrin der Bayern-History-App.
    Das Bild zeigt Wolfgang Hauck mit Ilse Aigner in Nürnberg. Die Landtagspräsidentin ist Schirmherrin der Bayern-History-App. Foto: dieKunstBauStelle

    Am 1. Mai 2023 ging die Bayern-History-App in Greifenberg und Dießen online. Drei Jahre später übernimmt Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des Bayerischen Landtags, die Schirmherrschaft. Mit ihr stellt sich laut einer Pressemitteilung das höchste Repräsentationsamt des Landtags hinter ein Projekt des Landsberger Vereins dieKunstBauStelle: eine Würdigung, die der digitalen Heimatkunde institutionellen Rückhalt gibt.

    In ihrem Grußwort hebt Aigner die Bandbreite des Angebots hervor: „Die Themenvielfalt ist beeindruckend: von Gasthäusern und Brauereien bis hin zu Kirchen und Klöstern, Bahnhöfe, Kunst, Musik, Handwerk und Landschaft. Unterschiedliche Formate wie authentische Zeitzeugenberichte, interaktive Rundgänge und wissenschaftliche Beiträge vermitteln die Inhalte auf abwechslungsreiche Art und Weise und sprechen Nutzerinnen und Nutzer aller Altersgruppen an. Jede und jeder kann etwas aus der Bayern-History-App mitnehmen.“

    Sprachatlas Bayern: Dialekte werden in gesprochener Sprache hörbar

    Acht Themenbereiche mit mehr als 1800 Inhalten sind laut der Pressemitteilung inzwischen zusammengekommen. Was sie zusammenhält, ist ein einfacher Gedanke – viele Themen an einem Ort, statt für jedes eine eigene App. „Nutzer möchten nicht einzelne Insellösungen herunterladen, sondern eine zentrale Plattform nutzen. Genau hier spielt die Bayern-History-App ihre Stärke aus, weil sie unterschiedlichste Themenbereiche an einem Ort anbietet“, sagt Initiator und Projektleiter Wolfgang Hauck.

    Die neuen Bereiche werden derzeit am stärksten ausgebaut. Wer die App öffnet, findet Bayern in vielen Stimmen: Neu hinzukommt, in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek, der Sprechende Sprachatlas Bayern, das über Jahrzehnte entstandene Werk von Prof. Werner König. Dialekte werden nicht nur dokumentiert, sondern als gesprochene Sprache hörbar.

    Ein eigener Bereich führt zu den Gasthäusern und Brauereien, und man erfährt die Geschichten der Menschen dahinter. Unter dem Arbeitstitel „Digitale Bühne Bayern“ entsteht eine Plattform, auf der Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Institutionen ihren Werdegang erzählen. Als langjähriger Vorsitzender des Verbands Freie Darstellende Künste Bayern kennt Hauck diese Geschichten und konnte den Kulturfonds Bayern für die Förderung gewinnen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landtag kommen die Biografien der Abgeordneten hinzu.

    Wolfgang Hauck: Kreis Landsberg hat sich als Vorreiter einer digitalen Heimatkunde etabliert

    Etabliert sind die Bereiche „NS-Erinnerungsorte in Bayern“, den immer mehr Gedenkstätten sowie Schulen und Universitäten nutzen, und „Jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart“. Auch Museen greifen zur App: Der Bahnpark Augsburg setzt sie als Museumsführer ein. Der Bayerische Rundfunk und die Volkshochschulen sind mit dem Projekt „Hörpfade“ und über 400 Beiträgen vertreten, heißt es in der Pressemitteilung.

    Mit bundesweiter Förderung durch den Fonds Soziokultur wird der Bereich „Erzähl doch mal – Erinnerungen lebendig halten“ fortgeführt, ein im Vorjahr in der Demenzarbeit entwickelter Prototyp, der nun in weiteren Gemeinden fachlich begleitet ausgerollt wird. Aus ähnlichen Gründen haben sich auch die staatlichen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weilheim und Landau an der Isar für die App entschieden: Mit Rundgängen zum Waldumbau oder entlang des Ilztals führen sie zu ihren Themen ins Gelände.

    Mit den unterschiedlichen Partnern ist auch die fachliche und wissenschaftliche Begleitung gewachsen. Das stellt den Verein personell vor Aufgaben: Derzeit sind rund 20 befristete, projektbezogene Stellen zu besetzen. Ein solcher Umfang war 2020 nicht absehbar, als die Pläne im Landkreis vorgestellt wurden. Hauck freut sich, dass sich der Landkreis Landsberg damit als Vorreiter einer digitalen Heimatkunde etabliert hat. (AZ)

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