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In Geltendorf werden die Schulden bis 2029 stark ansteigen

Geltendorf

Auch Geltendorf steht vor finanziell schwierigen Zeiten

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    Die Erweiterung der Grundschule wird ein finanzieller Kraftakt der Gemeinde Geltendorf. An der Geltendorfer Grundschule werden große Änderungen geplant.
    Die Erweiterung der Grundschule wird ein finanzieller Kraftakt der Gemeinde Geltendorf. An der Geltendorfer Grundschule werden große Änderungen geplant. Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

    Der Haushalt für dieses Jahr ist in Geltendorf noch in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats beschlossen worden. Der neue Gemeinderat wird – wie in vielen anderen Kommunen – in finanziell herausfordernden Zeiten tätig werden. Um die notwendigen Investitionen bezahlen zu können, werden bis Ende des Jahrzehnts hohe Kredite notwendig. Aus den laufenden Einnahmen (vor allem Steuern und Gebühren) wird sich kein Überschuss für Investitionen erwirtschaften lassen, machte Kämmerin Alexandra Bachl deutlich.

    2024 und 2025 wurden die geplanten Schulden nicht aufgenommen

    In diesem Jahr ist eine Neuverschuldung von rund acht Millionen Euro geplant, um die eigentlich obligatorische Kredit-Genehmigung des Landratsamts kommt die Gemeinde heuer noch herum. Sie kann noch auf Kreditermächtigungen aus den Jahren 2024 und 2025 zurückgreifen, von denen kein Gebrauch gemacht werden musste. Inklusive der acht Millionen Euro in diesem Jahr könnte die Verschuldung laut dem Finanzplan bis 2029 auf knapp 30 Millionen Euro ansteigen. Das würde auch dazu führen, dass sich die Zinszahlungen von 2027 bis 2029 von rund 491.000 auf 876.000 Euro erhöhen. Das belastet zusehends den Verwaltungshaushalt, der ohnehin schon daran leidet, dass er in diesem Zeitraum die sogenannte Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt nicht erreicht. Diese Zuführung muss eigentlich mindestens so hoch wie die ordentliche Tilgung sein.

    „Für die nächsten Jahre wird der Gemeinderat Einsparungen und Einnahmesteigerungen beschließen müssen“, sagte angesichts dessen Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP). Als dringendste Maßnahme nannte er die Schulerweiterung, für die rund 14 Millionen Euro veranschlagt sind. Notwendig sei auch der Bau einer weiteren Kindertagesstätte. Dagegen trete man beim Neubau des Feuerwehrhauses in Hausen „ein bissl auf die Bremse“. Was das konkret bedeutet, wurde nicht gesagt. Alles andere sei „nice to have“, wofür leider keine Finanzmittel vorhanden seien.

    Rentierliche Investitionen werden nicht so kritisch gesehen

    Investitionen in die Energieerzeugung (Stichwort Windkraft) seien im Haushalt und Finanzplan nicht enthalten. Weil es sich dabei um eine wirtschaftliche Unternehmung handelt, die später dann auch Ausschüttungen erwirtschaftet, würde das Landratsamt solche Vorhaben bei der Genehmigung des Haushalts auch als „nicht so kritisch“ sehen, so Sedlmayr. Auch der Bau von Wohnungen am Bahnhof sei mit späteren Einnahmen verbunden.

    Nach den Erläuterungen der Kämmerin und des Bürgermeisters gab es aus dem Gremium keine weiteren Anmerkungen zum Haushalt, der schließlich mit 17:3 Stimmen beschlossen wurde.

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