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Informationsveranstaltung in Landsberg: Nach der Wärmeplanung geht es an die Umsetzung

Landsberg

Nach der Wärmeplanung geht es um die Umsetzung

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    Im Landsberger Sportzentrum fand eine Informationsveranstaltung zur Wärmeplanung statt.
    Im Landsberger Sportzentrum fand eine Informationsveranstaltung zur Wärmeplanung statt. Foto: Stadt Landsberg

    Rund 60 Besucherinnen und Besucher informierten sich im Landsberger Sportzentrum über Herausforderungen und Möglichkeiten auf dem Weg zur Wärmewende. Unter dem Titel „Nach der Wärmeplanung ist vor der Umsetzung“ hatten der Klimaschutzbeirat der Stadt, der Bund Naturschutz und die Landsberger Energieagentur Lena zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen.

    Den ersten Vortrag hielt laut einer Pressemitteilung Hans Gröbmayr, ehemaliger Klimaschutzmanager und Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München. Unter dem Titel „Wärmenetze geht nur gemeinsam – Einblicke und Erfahrungen aus Glonn“ berichtete er über den Aufbau mehrerer kleiner Wärmenetze in der Gemeinde Glonn, die häufig rund um bestehende Energiequellen wie Hackschnitzelheizungen oder Biogasanlagen entstanden seien. Als wichtige Erfolgsfaktoren nannte er eine frühe und offene Kommunikation mit der Bevölkerung sowie eine hohe Anschlussdichte. Wärmenetze könnten langfristig stabile Wärmepreise ermöglichen und den Aufwand für einzelne Hauseigentümer reduzieren. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass der Aufbau solcher Netze mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden ist und wirtschaftlich langfristig gedacht werden muss.

    Die Klimaagentur stellt ihre Unterstützungsangebote vor

    Im zweiten Vortrag sprach der Hydrologe Ferdinand Flechtner, ehemaliger Mitarbeiter der Geothermie-Allianz Bayern, über das Potenzial der Tiefengeothermie in der Region. Er erläuterte die geologischen Voraussetzungen im süddeutschen Molassebecken. Anhand geologischer Daten wurde dargestellt, dass auch im Raum Landsberg in größerer Tiefe hohe Temperaturen erwartet werden könnten. Als Vorteile der Tiefengeothermie wurde etwa die ganzjährige Verfügbarkeit hervorgehoben. In der Diskussion wurden jedoch auch die wirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten solcher Projekte thematisiert. Zudem wurde laut der Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass geothermische Wärme nur mit einem entsprechenden Wärmenetz genutzt werden kann.

    Den Abschluss bildete ein Vortrag der Klimaagentur „Klima hoch drei“ der Landkreise Landsberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck. Die Agentur stellte ihre Unterstützungsangebote für Kommunen bei der Umsetzung der Wärmeplanung vor – darunter Förderberatung, digitale Wärmepläne sowie Informationsveranstaltungen. Landsbergs Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne) zog laut der Pressemitteilung ein positives Fazit: „Die gut besuchte Veranstaltung lässt auf das große Interesse an der Gestaltung der Wärmewende schließen.“ (AZ)

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