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Innovationsarchipel Ammersee vernetzt innovative Ideen aus der Region

Landsberg

Beim Innovationsarchipel Ammersee sollen Ideen und Unternehmen zusammenkommen

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    Der Ammersee soll nicht nur ein schönes Ausflugsziel sein, sondern auch eine innovative Region, so die Zielsetzung des Innovationsarchipels Ammersee.
    Der Ammersee soll nicht nur ein schönes Ausflugsziel sein, sondern auch eine innovative Region, so die Zielsetzung des Innovationsarchipels Ammersee. Foto: Felix Hörhager/dpa (Symbolbild)

    Der jüngst stattgefundene „Ammersee Deep Dive“ war ein voller Erfolg: Das meldet jetzt der Innovationsarchipel Ammersee. „Wir waren vollkommen aus- beziehungsweise überbucht, so sehr, dass ich sogar einige Start-ups ablehnen musste“, berichtet Projektleiterin Miriam Quinn. Bei dieser Veranstaltung im Ammeree-Denkerhaus trafen Gründerpersonen mit Mentoren zusammen, um vertieft über ihre Innovations- und Unternehmensideen zu sprechen.

    Die Gründerpersonen wurden in vier Mentoring-Runden mit Experten ihrer Industrie, Investoren und Finanzberatern in 30-minütigen Beratungsgesprächen zusammengebracht. Mit Max Knoller, der als Landwirt eine Mentorenrolle übernahm, und Holger Kramer waren auch zwei Gemeinderatsmitglieder mit dabei. 

    Der Markt Dießen unterstützt das Projekt finanziell

    Das SCE (Strascheg Center for Entrepreneurship, eine gemeinnützige GmbH), die SEA, die IHK, die Wirtschaftsförderung Landsberg und die Sparkasse stellten sich als Projektpartner des Innovationsarchipels Ammersee vor. Weitere Beteiligte sind der Markt Dießen, der eine Finanzierung von 20.000 Euro einbrachte, und das Denkerhaus. Ab Herbst kann auch mit einer Förderung aus dem Leader-Programm gerechnet werden, so Quinn.

    Die Teilnehmer reichten vom 18-jährigen Jugendforscher-Gewinner aus Garmisch-Partenkirchen, der ein autonomes Blutabnahmegerät entwickelt hat, das Venen selbstständig erkennt und intravenöse Zugänge sicher legt, um Fehlversuche, Schmerzen und Komplikationen zu reduzieren und Blutabnahmen für medizinisches Personal wie Patienten einfacher und schonender zu machen, bis zum erfahrenen US-Investor, der seit einigen Jahren am Ammersee zu Hause ist.

    Die Gründungsprojekte waren ebenso vielfältig: So wurden einige KI-Lösungen präsentiert. Ein Beispiel ist meeteffX, eine Moderationsunterstützung für geschäftliche Besprechungen, ein anderes. An der Technischen Hochschule Augsburg wurde das Tool aeduco entwickelt, das im Hinblick auf mehr Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Klimafreundlichkeit in der Wohnungswirtschaft eingesetzt werden kann.

    Es gibt auch eine Idee für den geschlossenen „Gabys Kaufladen“

    Vorgestellt wurde auch der Plan, in dem Ende 2025 geschlossenen „Gabys Kaufladen“ in Riederau einen „Concept Store“ zu etablieren. Die Renovierungsarbeiten für die Neueröffnung laufen bereits. Ein „Concept Store“ ist ein Geschäft, das nicht nur eine Produktgruppe anbietet, sondern einen Mix etwa aus Möbeln, Lebensmitteln, Mode und Literatur, häufig von Produzenten, die nicht überall zu finden sind, und in dem etwa auch Veranstaltungen stattfinden können.

    Insgesamt sieben Gründerpersonen und fünf Mentoren kamen aus Dießen, wobei der Innovationsarchipel ganz bewusst keine räumlichen Grenzen ziehen will, sondern im Gegenteil, eine „Innovationsbrücke“ zwischen Stadt und Land beziehungsweise zwischen den Orten, wo neue Entwicklungen entstehen und wo sie zum Einsatz kommen können, wie Quinn betont. Sie verweist dabei auf die Einschätzung eines Apple-Mitbegründers, der München und sein Umland als „europäisches Silicon Valley“ einschätzte.

    Die Start-ups werden über die nächsten Wochen von ihren Mentoren weiterbetreut. Was sich dabei tun wird, will Quinn in der Gemeinderatssitzung am 22. Juni berichten.

    Beim Innovationsarchipel Ammersee geht es um die Entwicklung eines regionalen Wirtschaftssystems, indem Innovation und nachhaltiges Unternehmertum gefördert werden. Als strategische Schwerpunkte werden dabei Mobilität und Regionalität, Verbindung von Handwerk, Kunst und Unternehmergeist, innovative Landwirtschaft und Tourismus, soziale Innovationen sowie Digitales und Nachhaltigkeit skizziert. Herauskommen soll nicht weniger als eine aktive Gründungskultur und mehr innovative Arbeitsplätze.

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