Seit Mai steht bei den Kommunalwerken Kaufering neben der kaufmännischen Leiterin, Manuela Nitsche, eine weitere Person an der Spitze: Oliver Schober hat die technische Werksleitung übernommen. Der 46-Jährige war zuvor Projektleiter im Bereich Sektorkopplung bei einem Energieversorger und bringt umfassende Erfahrung aus Heizkraftwerken, Fernwärme und Rohrleitungsbau mit.
„Ich bin ein Mann, der gerne arbeitet“, sagt Schober über sich selbst. Besonders die anstehenden Projekte in Kaufering hätten ihn gereizt. Der Rehlinger (Landkreis Aichach-Friedberg) verfolgt die Entwicklung des Wärmenetzes schon länger. Die geplante Erneuerung der Wärmeerzeugung und der schrittweise Wechsel von fossilen zu CO₂-neutralen Lösungen sieht er als zentrale Aufgabe der kommenden Jahre.
Kauferings Bürgermeister begrüßt organisatorische Neuerungen
Bürgermeister Thomas Salzberger zeigt sich erleichtert über die Neubesetzung. „Ich habe meinen Spezialisten endlich gefunden“, sagt er. Die Werksleitung der Kommunalwerke gibt er damit vollständig an Schober ab.
Mit seinem Start soll sich bei den Kommunalwerken auch organisatorisch einiges verändern. Digitalisierung, Automatisierung und einfachere Abläufe stehen weit oben auf seiner Agenda. Messwerte sollen künftig automatisiert erfasst und dokumentiert werden. „Die Kommunalwerke sind mir noch zu papierlastig“, erklärt Schober.
Wenn er nicht arbeitet, verbringt der 46-Jährige Zeit mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, schraubt an seinem Oldtimer oder kümmert sich um seine zwei Katzen, neun Hühner und einen Hahn.
Neuer Geschäftstellenleiter in Kaufering: „Es ist keine neue Welt, in die ich eintauche“
Bereits seit April gibt es eine weitere wichtige personelle Veränderung im Rathaus: Dominik Leder hat die Geschäftsleitung des Marktes Kaufering übernommen und folgt damit auf Dominic Jödicke, der inzwischen bei der Stadt Landsberg arbeitet.
Der 40-Jährige war zuvor Geschäftsleiter und Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Kirchheim in Schwaben. Wie Schober, pendelt Leder zur Arbeit nach Kaufering. Als klassisch ausgebildeter Verwaltungswirt bringt er langjährige Erfahrung aus der Kommunalverwaltung mit. Aktuell absolviert er zusätzlich seine Modulare Qualifizierung für den Aufstieg in die vierte Qualifikationsebene.
„Es ist keine neue Welt, in die ich eintauche“, sagt Leder über seinen Wechsel nach Kaufering. Viele Aufgabenbereiche seien ihm vertraut, auch wenn die Strukturen nun andere seien. Während er in der VG Kirchheim mehrere Gemeinden gleichzeitig betreute, konzentriere sich die Arbeit in Kaufering auf eine größere Kommune mit deutlich mehr Einwohnern.
Leder sucht in Kaufering neue Herausforderung
Der Wechsel sei für ihn eine bewusste Entscheidung gewesen. Neben der beruflichen Weiterentwicklung hätten ihn auch die Herausforderungen vor Ort gereizt. Kaufering müsse mit einer schwierigeren Haushaltslage umgehen als seine vorherige Kommune. „Ich bin aber nicht hier, um zu verzweifeln, sondern um zu lösen“, betont Leder.
Besonders wichtig ist ihm derzeit der persönliche Austausch. In den ersten Wochen habe er bereits zahlreiche Gespräche geführt. Seit Ende April nimmt er an den Sitzungen des Marktgemeinderates teil.
Beim Einstieg profitierte Leder vom Austausch mit seinem Vorgänger Jödicke. Beide stünden weiterhin in Kontakt. Schließlich sei man „im Guten auseinandergegangen“. Bürgermeister Salzberger sieht darin auch Vorteile für die Zusammenarbeit mit der Stadt Landsberg, etwa bei künftigen Grundstücksfragen oder gemeinsamen Projekten. Privat verbringt Leder seine Freizeit vor allem mit der Familie oder auf dem Mountainbike.
Der personelle Wandel im Markt Kaufering ist damit noch nicht abgeschlossen. Voraussichtlich zum 1. Juli soll außerdem die neue Leitung für Volkshochschule und Bücherei ihre Arbeit aufnehmen.
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