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Kino in Landsberg: Ein historischer Dokumentarfilm zeigt den Bau der Lechstaustufe 1

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Ein historischer Dokumentarfilm zeigt den Bau der Lechstaustufe 1

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    Das Foto entstand beim Bau der Lechstaustufe 1 bei Roßhaupten in den Jahren von 1950 bis 1954.
    Das Foto entstand beim Bau der Lechstaustufe 1 bei Roßhaupten in den Jahren von 1950 bis 1954. Foto: Bayerischen Wasserkraft AG (Archivbild)

    Über 60 Jahre war die Original-Dokumentation der Bayerischen Wasserkraft AG über den Bau der Lechstaustufe 1, dem heutigen Forggensee, nicht mehr öffentlich zu sehen. Das vom heutigen Kraftwerksbetreiber Uniper zur Verfügung gestellte historische Filmmaterial wurde von den Machern des Films „Der Forggensee – ein neuer See im alten Bett“, Thomas Häring und Hubert Jäger, in voller Länge digitalisiert und restauriert. Jetzt wird der Film „Roßhaupten – ein altes Projekt wird endlich Wirklichkeit“ in der Originalfassung von 1954 in Landsberg gezeigt.

    Über 1500 Arbeiter waren auf der damals größten Baustelle im Nachkriegsdeutschland im Einsatz. Das „Hosenrohr“, der größte Druckstollen, und die Kaplan-Turbinen, mit einer Fallhöhe von 34 Metern, waren alles Superlativen der damaligen Zeit. Im Auftrag der Bayerischen Wasserkraft AG (Bawag) wurde während der Bauzeit zwischen 1950 und 1954 ein 35-Millimeter-Kinofilm gedreht. Zu sehen sind darin eindrucksvolle Bilder von einer Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst von der Planung bis zur Einweihung des heutigen Forggensee.

    Thomas Häring beschäftigt sich schon lange mit der Geschichte des Forggensees

    Thomas Häring ist eng mit dem Forggensee verbunden. Über zehn Jahre arbeitete er an einem Film über den See, der 2024 Premiere feierte und auch im Olympia Filmtheater in Landsberg gezeigt wurde. Im Zuge seiner damaligen Recherchen interviewte er auch Carsten Gollum, den Leiter der Kraftwerksgruppe Lech von Uniper. Uniper betreibt am Lech 22 Laufwasserkraftwerke sowie das Speicherkraftwerk Roßhaupten am nördlichen Ende des Forggensees. Häring wusste, dass ein Film über den Bau der Staustufe 1 existiert. Doch seine Recherchen schienen nicht von Erfolg gekrönt zu werden. Als er es schon fast aufgegeben hatte, kam der Anruf von Uniper: „Herr Häring, wir haben etwas gefunden.“

    Nach über 60 Jahren zeigte Thomas Häring in der Filmburg in Marktoberdorf einen Dokumentarfilm über den Bau der Lechstaustufe 1 bei Roßhaupten.
    Nach über 60 Jahren zeigte Thomas Häring in der Filmburg in Marktoberdorf einen Dokumentarfilm über den Bau der Lechstaustufe 1 bei Roßhaupten. Foto: Thomas Häring

    Wie Thomas Häring berichtet, bekam er sieben Rollen Ton, sieben Rollen Bildmaterial, vier Rollen Vorführmaterial und zwei Rollen mit 16-Millimeter-Material für Schulprojektoren. Das Kinomaterial zu digitalisieren, war keine leichte Aufgabe. Bei 53 Minuten galt es, 76.000 Bilder zu bearbeiten. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die ersten Vorführungen in der Filmburg Marktoberdorf waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft. Nach den zahlreichen weiteren ausverkauften Vorstellungen in der Filmburg zeigt nun auch das Olympia Filmtheater in Landsberg am Sonntag, 31. Mai, um 11 Uhr die historische Dokumentation in der Originalfassung.

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