Auch im Landkreis Landsberg hat die AfD bei der Landtagswahl zugelegt. Das Foto zeigt das Wahllokal in der Landsberger Realschule. Foto: Thorsten Jordan
Die Ergebnisse dieser Landtagswahl waren vorherzusehen. Wenig Überraschendes bot dieser Wahlabend dann auch in Bayern und im Landkreis Landsberg. Spannend wird nun sein, welche Lehren die Parteien daraus ziehen.
Im Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West stagnieren die CSU und ihr Kandidat Alex Dorow bei rund 36 Prozent. Dahinter schwächeln die ampelgeplagten Grünen und erstarken Freie Wähler und AfD. Für die Grünen bedeutet das Ergebnis erstmals seit einigen Wahlen wieder einen leichten Absturz. Es zeigt sich wieder: Wer in Berlin regiert, hat bei Landtagswahlen schlechte Karten. Bestes Beispiel dafür ist die FDP, die auch im Stimmkreis an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.
Auch im Landkreis Landsberg hat die AfD bei der Landtagswahl zugelegt. Das Foto zeigt das Wahllokal in der Landsberger Realschule. Foto: Thorsten Jordan
Die Bürgerinnen und Bürger haben kein Vertrauen mehr
Was bringt dieser Wahlabend für Erkenntnisse? Wenig. Besser gefragt, welche Lehren ziehen die Parteien? Nicht vorrangig deren Vertreterinnen und Vertreter auf kommunaler Ebene, sondern jene in Berlin und München. Denn dort sind die Fehler gemacht worden, die es der AfD so leicht gemacht haben, Stimmen zu fangen. Nicht nur von Protestwählern, sondern von Bürgerinnen und Bürgern, die kein Vertrauen mehr in „die Politik“ haben.
Brennendstes Problem ist der Umgang mit Flüchtenden. Täglich kommen mehr Menschen nach Deutschland und damit auch in den Landkreis Landsberg. Die Unterkünfte reichen bald nicht mehr aus. Ab November könnten die ersten Sporthallen dafür genutzt werden. Der Ärger und die Sorgen in den Gemeinden werden wachsen. Und damit auch die Zahl der AfD-Sympathisanten zwischen Ammersee und Lech.