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Landkreis Landsberg: Wird übriger Impfstoff im Landkreis Landsberg vernichtet?

Landkreis Landsberg

Wird übriger Impfstoff im Landkreis Landsberg vernichtet?

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    Die Impfungen im Landkreis Landsberg gegen das Coronavirus gehen nur schleppend voran.
    Die Impfungen im Landkreis Landsberg gegen das Coronavirus gehen nur schleppend voran. Foto: Julian Leitenstorfer

    Kann es sein, dass mehrere 100 Impfdosen im Impfzentrum in Penzing entsorgt wurden? Diese Nachricht erreichte am Mittwoch unsere Redaktion. Das LT hat beim Landratsamt nachgefragt, was es mit den Vorwürfen auf sich hat.

    Der Landkreis hinkt bei der Immunisierung noch hinterher – wie viele Menschen derzeit geimpft sind, konnte das Landratsamt am Mittwoch jedoch nicht sagen. Die neuesten Informationen sind vom Mittwoch vor einer Woche, damals hatten 4056 Bürger die erste und 1681 die zweite Impfung erhalten. Neue Zahlen sollen erst am Donnerstag veröffentlicht werden. Anna Diem von der Pressestelle des Landratsamts Landsberg sagt ausdrücklich, dass keine einzige Dosis Impfstoff weggeworfen worden sei. Es sei auch zu keiner Situation gekommen, in der die Vernichtung von Impfstoffdosen gedroht habe – und falls ein solcher Fall einmal eintreten sollte, gäbe es genügend impfbereite Senioren, die man anrufen und sofort impfen könne.

    Neuer Impfstoff erreiche den Landkreis üblicherweise immer am Dienstag und am Freitag, berichtet Diem. Diese Woche sollen es 900 Dosen des Biontech-Wirkstoffs sein und weitere 1000 von AstraZeneca. Damit steigt die Menge des wöchentlich verfügbaren Impfstoffs weiter an: Vergangene Woche erreichten insgesamt 1666 Dosen den Landkreis, davon 600 von AstraZeneca. Seit Beginn der Lieferungen im Dezember hat das Impfzentrum insgesamt 7120 Dosen von Biontech und 1600 von AstraZeneca zugeteilt bekommen, wenn man die ganze aktuelle Woche miteinrechnet.

    Das Impfzentrum hat ungefähr 1000 Impfdosen auf Vorrat

    Stand jetzt seien noch rund 1000 Impfdosen im Landkreis vorhanden, sagt Diem, es handle sich um den Wirkstoff von des AstraZeneca. Das liege aber nicht daran, dass das Impfzentrum sie eingelagert habe – im Gegenteil: Sie würden im laufenden Betrieb verimpft. Am Ende der Woche werde trotzdem nicht der gesamte Impfstoff verbraucht sein – das wäre auch fatal, denn die nächste Lieferung wird erst am Dienstag erwartet.

    „Es ist die Kunst bei dieser Planung, den Impfstoff möglichst schnell zu verimpfen, aber dabei auch alles weitere mit einzuplanen“, merkt Diem an. Zum Beispiel müssten die Zweitimpfungen gewährleistet und die mobilen Teams versorgt sein. Der Impfstoff werde inzwischen auch verwendet, um das Personal in Arztpraxen zu immunisieren. Außerdem werde schon vorbereitet, in Schulen und Kitas die Pädagogen zu impfen, sagt Diem.

    Während der Betrieb im Impfzentrum in Penzing weiterläuft, dauert es wohl noch eine Weile, bis die Impfaktion in Dießen beginnt. Weil dort besonders viele ältere Menschen wohnen, sollen sie – vermutlich an mehreren Tagen – von einem mobilen Impfteam im Augustinum geimpft werden. Die Vorbereitungen liefen bereits, doch es gebe noch keinen Termin, erklärt Diem. Aktuell sei noch zu wenig Impfstoff für diese große Aktion vorhanden.

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