Vor wenigen Tagen feierte der weithin bekannte Maler, Bildhauer und Performance-Künstler Lubo Kristek seinen 80. Geburtstag. In Brünn war die Öffentlichkeit ins Haus des Künstlers geladen. Etwa 200 Personen, der Bürgermeister und die Presse waren zugegen, bewunderten das Äußere des Hauses, aus dem zwei riesige Hände herauszuwachsen scheinen und die eine Platane schützend umfangen, sowie im Inneren des auffälligen Gebäudes den Aufgang. Das Treppenhaus beherbergt über 50 Instrumente, die eine Klangwolke zum Himmel symbolisieren. Violinen, Blechblasinstrumente und eine Anzahl mit Phantasie ergänzter, in Wirklichkeit nicht bespielbarer Instrumente bilden diesen surrealistischen Aufschrei, der nach oben gerichtet ist.
Lubo Kristek lebte ab 1968 mehr als 20 Jahre in Landsberg oder auch im Umland und ist durch Ausstellungen, Kunstwerke wie den "Baum des Wissens" im IKG oder dem Denkmal für die Sinne an der Südseite des Neuen Stadtmuseums und durch seine nächtlichen Veranstaltungen wohl bekannt. Nach seiner Rückkehr in seine angestammte tschechische Heimat stieg Lubo Kristek zu einem international anerkannten Künstler auf.