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Landsberg: Landsberg bekommt ein Technologietransferzentrum

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Landsberg bekommt ein Technologietransferzentrum

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    Staatsminister Markus Blume überreicht Alex Dorow die Urkunde zur Errichtung eines Technologietransferzentrums am Standort Landsberg.
    Staatsminister Markus Blume überreicht Alex Dorow die Urkunde zur Errichtung eines Technologietransferzentrums am Standort Landsberg. Foto: Dorow

    In einer Sitzung hat der Ministerrat Beschlüsse für den Wissenschaftsstandort Bayern auf den Weg gebracht. Wie der Landtagsabgeordnete Alex Dorow (CSU) in einer Pressemitteilung bekanntgibt, betreffen diese unmittelbar auch Landsberg. Mit „Hightech Transfer Bayern“ sollen demnach insgesamt 15 neue Initiativen für Technologietransferzentren (TTZ) gestartet werden, für elf Standorte liegen bereits fachlich überzeugende Konzepte vor. Einer davon ist Landsberg. 

    „Gemeinsam mit der TH Augsburg habe ich mich in den letzten Jahren beständig dafür eingesetzt, ein Technologietransferzentrum in Landsberg zu bekommen. Thematisch soll dies Data Science und autonome Systeme umfassen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass dies nun klappt und wir die Zusage erhalten haben“, sagt Dorow. Auch Landrat Thomas Eichinger (CSU) äußert sich zur Ansiedlung des Technologietransferzentrums: „Das TTZ in Landsberg stärkt die Region und fördert den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft im Landkreis.“ Mit dem Technologietransferzentrum der TH Augsburg sollen Studierende künftig in Landsberg direkt vor Ort ausgebildet werden. "Das ist ein wichtiger Schritt für den Bildungsstandort“, sagt Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV).

    Die Technologietransferzentren (TTZ) der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HaW) und Technischen Hochschulen (TH) sind laut Pressemeldung der Bayerischen Staatsregierung wissenschaftsgestützte Innovationstreiber für die regionale Wirtschaft. Sie richten sich insbesondere an mittelständische Unternehmen, die über keine eigene Forschungsabteilung verfügen und mit den TTZ die Möglichkeit erhalten, gezielte anwendungsbezogene Forschungsaufträge zu erteilen. Die Hochschulen sollen zum Think-Tank und zu Entwicklungspartnern der Unternehmen vor Ort werden. Die 26 bestehenden und vier im Aufbau befindlichen TTZ seien eine Erfolgsgeschichte, die hohes Interesse in nahezu allen Regionen Bayerns geweckt habe.

    Ein Standort des Technologietransferzentrums könnte auf dem Gelände des neuen Stadtviertels Urbanes Leben am Papierbach entstehen.
    Ein Standort des Technologietransferzentrums könnte auf dem Gelände des neuen Stadtviertels Urbanes Leben am Papierbach entstehen. Foto: Thorsten Jordan (Archivfoto)

    Stadt und Landkreis Landsberg stellen den Studierenden die Räumlichkeiten zur Verfügung, die Kosten für die technische und personelle Ausstattung übernimmt der Freistaat. Wie Landrat Thomas Eichinger auf Nachfrage unserer Redaktion sagt, soll es in Landsberg zwei Anlaufstellen geben. Der Bereich Data Science könnte im neuen Stadtviertel Urbanes Leben am Papierbach Platz finden, der Bereich autonome Systeme auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Penzing. Noch seien die Standorte aber nicht fix. Wichtig sei die Vernetzung zwischen Hochschule und den Unternehmen vor Ort. Die Anlaufstellen könnten so eine Art staatlich geförderter "Maker Space" werden. 

    André Köhn, der bei der Stadt für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, spricht von einem großen Interesse der Unternehmen. Vor allem der Bereich Data Science. Denn die fortschreitende Digitalisierung aller Arbeits- und Lebensbereiche führt zu enormen Mengen von Daten. Die Aufgabe von Data Scientists ist dabei, diese Daten so aufzubereiten, dass die damit arbeitenden Unternehmen und Organisationen sie gewinnbringend nutzen können. Wie Eichinger und Köhn betonen, könnten über das TTZ Fachkräfte in den Landkreis gelockt werden. Junge Studierende, die die Region zwischen Ammersee und Lech nicht nur als Arbeitsplatz, sondern auch als Wohnort schätzen lernen könnten. 

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