Marc Ribot hat als Musiker eine völlig eigenständige Philosophie entwickelt. Und diese existiert und treibt empor auf der Grundlage einer stilistischen „Charakterlosigkeit“. Das mag paradox klingen, entspringt aber dem Wunsch des Gitarristen, sich kreativ nicht einschränken zu wollen. Schließlich gibt es für ihn nur gute oder schlechte Musik. Egal, ob Blues, Folk, Soul, Latin, Rock ’n’ Roll, Songs aus dem politischen Widerstand, Avantgarde – Marc Ribots persönlichen Grenzen in der Auswahl von Mitteln und Möglichkeiten sind unbegrenzt und fließend. Am Samstag saß der 1954 in Newark, New Jersey, geborene Virtuose mutterseelenallein auf der Bühne des Landsberger Stadttheaters und lieferte eine Lehrstunde in Sachen akustischer Individualität.
Landsberg
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