Umfangreiche Zahlen warf Bürgermeister Fritz Schneider bei der Bürgerversammlung in Rott an die Wand, wobei der Bau des Kindergartens die größte Investition im Jahr 2025 war. Gut 60 Bürger wurden im Pfarrheim auch über die nächsten Projekte, wie den Parkplatz an der Aussegnungshalle oder den weiteren Glasfaserausbau informiert.
Die Gemeinde Rott hatte im Jahr 2025 mit 1759 Einwohnern einen leichten Rückgang, denn es gab sieben Geburten sowie 16 Sterbefälle und auch den Zuzügen von 94 Personen standen 102 Wegzüge entgegen. Finanziell steht die Gemeinde mit 2,9 Millionen Euro Rücklagen gut da, der Schuldenstand beträgt lediglich 611.000 Euro. „Ich habe eine freudige Nachricht vom Landtagsabgeordneten Alex Dorow erhalten“, konnte der Bürgermeister ganz aktuell vermelden, „wir bekommen vom Freistaat Bayern 1,3 Millionen Euro für den Kindergarten, außerdem 150.000 Euro für die Mensa der Schule“.
Gemeinde Rott verzeichnet sinkende Gewerbesteuer
Am 16. März 2026 sind 68 Kinder in den „Kindergarten am Kalvarienberg Rott“ eingezogen und am 18. April wurde er offiziell eingeweiht. „Wir haben noch nicht alle Rechnungen, voraussichtlich schließen wir mit gut sechs Millionen Euro Kosten ab, werden also die geplanten sieben Millionen nicht erreichen“, stellte Schneider zur Finanzierung des Kindergartens erfreut fest. Er wies außerdem darauf hin, dass im Keller Räume für Vereine und Gruppen zur Verfügung stehen.
Die Umstellung der Grundsteuer kam 2025 zum Tragen, wobei die Gemeinde Rott dadurch lediglich gut 6000 Euro mehr erzielen konnte. Auffallend gesunken ist die Gewerbesteuer von 812.000 Euro im Jahr 2024 auf 310.000 Euro im letzten Jahr. „Das ist vorwiegend durch Gewerbesteuerrückzahlungen entstanden. Ich hoffe, dass es sich wieder bei einer halben Million einpendelt“ berichtete Schneider.
Bürgermeister nennt Projekte für Rott wie Mauckenweg und Friedhof
Mit Kosten von 112.000 Euro und der tatkräftigen Mitarbeit von Bauhof und Landjugend konnte vor Kurzem das neue Landjugendheim eröffnet werden. In nächster Zukunft hat der Bürgermeister ein paar kleinere Projekte im Visier. Die Straßensanierung Mauckenweg ist bereits in Auftrag gegeben, allerdings möchte die Telekom vorab noch Leitungen verlegen. Der Parkplatz an der Aussegnungshalle soll schön gestaltet und die Erweiterung des Friedhofs geplant werden. Außerdem wird der weitere Glasfaserausbau im Außen- und Innenbereich angepackt.
Bevor die Bürger zu Wort kamen, war es Fritz Schneider ein Anliegen, die engagierte Gemeindedienerin Ulrike Pittrich für 25 Jahre im Dienst der Gemeinde Rott zu ehren. Zu den Anfragen aus dem Publikum: Von Urin im Treppenhaus des Ärztehauses berichtete Christiane Cischek vom Schützenverein, deutliche Markierungen für Rechts- und Linksabbieger wünschte sich Hermann Streit an den Kreuzungen zur Hauptstraße. Auch über Kiesgrube, Wirtschaftswege und die Gestaltung des Friedhofs wurde gesprochen, bevor Bürgermeister Schneider die Versammlung mit zahlreichen Dankesworten beendete.
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