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Neue Stadträte in Landsberg: Conny Kurz (Grüne) fordert eine neue Verkehrspolitik mit Experimenten

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„Warum nicht mal einen Monat den Hauptplatz sperren?“

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    Conny Kurz (Grüne) ist neu im Landsberger Stadtrat und Referentin für Asyl, Integration und Fair-Trade-Town-Angelegenheiten.
    Conny Kurz (Grüne) ist neu im Landsberger Stadtrat und Referentin für Asyl, Integration und Fair-Trade-Town-Angelegenheiten. Foto: Thorsten Jordan

    Cornelia Kurz stand für Bündnis90/Die Grünen auf Listenplatz 7 und hat den Sprung in den Stadtrat geschafft. Sechs Sitze haben die Grünen in dem Gremium, also ebenso viele wie die UBV. In Landsberg ist Kurz ein bekanntes Gesicht durch ihre Arbeit als Fotografin und als Projektkoordinatorin im AWO-Mehrgenerationenhaus. Dabei koordiniert sie die Inhalte der Kurse für zugewanderte Frauen und springt auch mal selbst ein, wenn eine Kursleiterin verhindert ist. Integration und eine offene, vielfältige Gesellschaft sind Themen, die ihr wichtig sind. So betreute sie auch ehrenamtlich Asylsuchende in der Containerunterkunft an der Münchener Straße.

    Conny Kurz gehört im Stadtrat dem Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss an und ist Referentin für Asyl, Integration und Fair-Trade-Town-Angelegenheiten. Damit tritt sie in die Fußstapfen von Jost Handtrack. Auch wenn sie immer politisch interessiert war, macht sie nun mit 62 Jahren ernst und will in der Stadtpolitik mitentscheiden. Auslöser dafür war eine „Bavaria ruft“-Veranstaltung im Landratsamt, die darauf abzielte, Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen – bei Conny Kurz mit Erfolg.

    Genervt von der Politikverdrossenheit beschloss sie, zu kandidieren

    Vor 18 Jahren zog Kurz mit ihrer Familie nach Landsberg. Als Fotografin hat sie viel Kontakt zu Menschen und hat festgestellt: „Die Unzufriedenheit in der Gesellschaft nimmt zu. Jeder meckert und kaum jemand tut etwas.“ Genervt von der Politikverdrossenheit beschloss sie, zu kandidieren. In ihrem Amt will sie dazu beitragen, die Demokratie zu erhalten. „Das Erstarken der AFD und die Rückwärts-Entwicklung auf traditionelle Rollenbilder in sozialen Medien machen mir Sorge.“ Viele Menschen fühlten sich nicht mehr gesehen, suchten Halt und Trost im Internet. „Wir sollten uns fragen, wie wir Orte, Gemeinschaften und Formen der Beteiligung für sie schaffen können.“ Kurz will kreativ mitwirken, Formate für Begegnung zu schaffen, um sich gegenseitig zuzuhören und bei Bedarf zu unterstützen.

    Einen Schwerpunkt legt sie auf die Kultur und die Jugend. Im Austausch mit dieser will sie Ideen mit in den Stadtrat nehmen, um Landsberg für diese Zielgruppe lebenswerter zu machen. Zwischen dem klassischen Kulturangebot und der Subkultur sieht sie eine Lücke, die sie zusammen mit kreativen jungen Menschen schließen will.

    Zudem möchte sie sich für eine neue Verkehrspolitik einsetzen, die echte Alternativen zum motorisierten Individualverkehr bietet: beispielsweise mit kostengünstigen Bussen, einem größeren Radwegenetz und sicheren Radwegen. „Und warum nicht mal einen Monat den Hauptplatz sperren und kostenlose Busse anbieten?“ Conny Kurz würde das Experiment wagen.

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