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Scheuring: LBV-Kindergruppen auf Entdeckungstour

Scheuring

LBV-Kindergruppen auf Entdeckungstour

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    Revierleiter Klaus Wehr (Bildmitte in orange) erklärt den Kindern und Leitern der LBV-Kindergruppen Scheuring, Prittriching und Geltendorf die Bedeutung von Totholz anhand einer umgefallenen 250 Jahre alten Eiche.
    Revierleiter Klaus Wehr (Bildmitte in orange) erklärt den Kindern und Leitern der LBV-Kindergruppen Scheuring, Prittriching und Geltendorf die Bedeutung von Totholz anhand einer umgefallenen 250 Jahre alten Eiche. Foto: Tobias Münte

    Wie wichtig abgestorbene Bäume für einen lebendigen Wald sind, konnten die LBV-Kindergruppen aus Geltendorf, Scheuring und Prittriching bei einer spannenden Exkursion ins Westerholz erleben. Gemeinsam mit Revierleiter Herr Wehr von den Bayerischen Staatsforsten erkundeten die jungen Naturfreunde einen der wertvollsten Wälder im Landkreis Landsberg. Das Westerholz ist Teil eines rund 600 Hektar großen Landschaftsschutzgebiets entlang der Hochterrasse über dem Lech. Die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten verbindet hier Naturschutz und nachhaltige Forstwirtschaft miteinander. Herr Wehr zeigte anschaulich, wie Waldentwicklung über Generationen hinweg geplant wird und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten bleiben.

    Im Mittelpunkt der Führung stand das Thema Totholz. Im Naturwaldreservat des Westerholzes wird auf rund 40 Hektar bewusst auf forstliche Nutzung verzichtet. Der Wald darf sich hier nach seinen eigenen Regeln entwickeln – ein echter „Urwald von morgen“. Die Kinder erfuhren, dass Totholz keineswegs nutzlos ist. Umgestürzte Bäume, abgestorbene Äste oder alte Baumstümpfe bilden die Grundlage für neues Leben. Pilze, Käfer, Ameisen und Mikroorganismen zersetzen das Holz und verwandeln es nach und nach in Mulm und Humus. Daraus können neue Pflanzen und junge Bäume wachsen. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Spechte bauen Höhlen in abgestorbene Stämme, die später von Hohltauben, Fledermäusen oder Siebenschläfern genutzt werden. Auch seltene Käferarten sind auf altes und morsches Holz angewiesen. Im Westerholz wurde sogar der seltene Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, nachgewiesen. Die Führung machte deutlich: Ein abgestorbener Baum ist nicht das Ende eines Lebenszyklus, sondern der Beginn vieler neuer. Schon ein kleiner Totholzhaufen oder ein alter Baumstumpf im Garten kann wertvollen Lebensraum für Insekten, Pilze und andere Tiere schaffen.

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