„Wir müssten vier der noch ausstehenden sechs Spiele gewinnen, um eine realistische Chance auf den direkten Klassenerhalt zu haben“ – das sagte Denklingens Spielertrainer Chris Schmitt (36) vor dem Heimspiel gegen die Zweite von Bayernligist FC Deisenhofen. Der erste dieser vier Siege ist unter Dach und Fach, die Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der Fußball-Bezirksliga lebt wieder nach einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den Tabellenneunten. Der Rückstand des VfL (allerdings bei einem Spiel mehr) als 13. auf Nicht-Abstiegsplatz elf (aktuell der TSV Geiselbullach) beträgt plötzlich nur noch zwei Punkte.
Was zudem Mut macht: Die Denklinger zeigten im kalten Nieselregen ein richtig starkes Spiel, hätten zur Halbzeit leicht schon 5:0 oder 6:0 führen können. Das 3:0 nach 45 Minuten reichte aber auch, um den hochverdienten Sieg locker nach Hause zu fahren. Beruhigend für das Team und den Denklinger Anhang: Schon nach sechs Minuten stand es 1:0 für die Gastgeber. Nach einem Freistoß von Simon Ried von links brachte Elias Greinacher den VfL in Führung. Dann folgte ein Doppelschlag vom „Chef“: Chris Schmitt stellte mit seinen Treffern in der 27. und 30. Minute auf 3:0 – das war schon die Entscheidung gegen harmlose Deisenhofener. Auch die beiden Schmitt-Tore bereitete Ried, den die Gäste nie in den Griff bekamen, vor. „Leider haben wir dann ein paar Großchancen vergeben“, so der Coach, zudem verweigerte Schiedsrichter Markus Steingruber den Gastgebern einen glasklaren Elfmeter nach einem Foul von Deisenhofens Keeper Bastian Amann am starken Ludwig Kirchbichler.
Simon Ried muss verletzt vom Platz
Pech war dann, dass sich Ried nach gut einer Stunde am Oberschenkel verletzte und vom Feld musste. „Hoffentlich nur eine leichte Zerrung“, so „Simba“. „Danach war ein Bruch im Spiel“, erkannte nicht nur Schmitt. „Ich hoffe, dass Simba nicht länger ausfällt. Das täte uns richtig weh.“
Dominik Karg fehlt erneut, aber aus einem freudigen Grund
Deisenhofens Florian Weber gelang in der 90. Minute noch der Ehrentreffer, am Jubel der Denklinger änderte das aber nichts. „Dieser Sieg hat richtig gut getan“, freute sich Doppel-Torschütze Schmitt, der sein letztes Ass im Abstiegskampf im Übrigen gar nicht im Ärmel, geschweige denn auf dem Platz oder der Bank hatte. Der wiedergenesene Stürmer Dominik Karg fehlte – allerdings aus einem freudigen Grund: Er war vor wenigen Tagen Vater von Zwillingen (Bub und Mädchen) geworden, die am Sonntag nach Hause kamen.
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